Projekt Ocean Cleanup Plastik aus dem Ozean fischen
Computergrafik der Müllbarriere: Das Projekt Ocean Cleanup will schon 2018 und damit zwei Jahre früher als ursprünglich geplant mit seiner Säuberungsaktion im Pazifischen Müllstrudel beginnen.
Erfinder des Projekts ist der 22-jährige Boyan Slat. Binnen fünf Jahren solle die Hälfte des Mülls zwischen Hawaii und der Küste Kaliforniens eingesammelt werden. Dort treibt weltweit der meiste Plastikmüll im Meer.
Nach Angaben des Projekts Ocean Cleanup geraten jedes Jahr acht Millionen Tonnen Plastikmüll in die Weltmeere. Ein großer Teil davon konzentriert sich aufgrund der Meeresströmungen auf fünf Gebiete in den Ozeanen.
Treibende Barriere: Der Müll sammelt sich an der Spitze des V. Entgegen dem ursprünglichen Plan, eine 100 Kilometer lange Barriere einzusetzen und diese am Meeresboden zu verankern solle es nun eine große und mehrere kleine Barrieren geben.
Computergrafik der schwimmenden Barrieren: Die überarbeitete Technologie sei effektiver und zugleich kostengünstiger sagte Slat.
Regelmäßig sollen Schiffe die Müllsammler anlaufen, um die Plastikabfälle aufzunehmen und an Land zu transportieren.
Die Barrieren sollen laut dem neuen Konzept nicht mehr am Meeresgrund verankert sein, sondern von einem speziellen Treibanker gehalten werden. Dies soll die Kosten des Systems senken.
Der tief unter Wasser schwimmende Anker lässt die Barrieren langsamer treiben als das Plastik nahe der Wasseroberfläche, sodass der Müll aufgehalten wird.
Unterseite der Planken: Ein Schirm ragt senkrecht ins Wasser, um unterhalb der Wasseroberfläche schwebendes Plastik aufzuhalten. Vor den Niederlanden wurde im vergangenen Jahr ein Prototyp getestet.
Künstlerische Darstellung: So soll eine geplante Anlage vor Japan aussehen. Das ganze Projekt finanziert sich durch Crowdfunding und Spenden. An einem Test vor den Niederlanden beteiligte sich auch die dortige Regierung.
Testbecken: Das mit Spenden finanzierte Großprojekt soll das Müllproblem begrenzen.
Test vor den Azoren: Lebewesen entkämen den Barrieren, sagen die Ingenieure. Sie würden von der Meeresströmung unter den Barrieren durchgedrückt. Plastik aber passiere das Gegenteil: Es sei leichter als Wasser - und schwimme auf, sobald es an den Widerstand gerate.