Projektile im CT - DER SPIEGEL
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Schussverletzung Projektil im Kopf

Normalerweise sind Operationen nur für die Patienten riskant. Doch als eine junge Afghanin mit einem Projektil im Kopf Hilfe sucht, fragen sich die Ärzte: Könnte das Geschoss explodieren?
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Röntgenaufnahmen einer 23-jährigen Afghanin: Die schwangere Frau wurde in ihrem Heimatort von einem Querschläger getroffen. Die US-Ärzte, die später über den Fall berichten, bestimmen per Röntgenbild, wie groß das Projektil ist. Es misst knapp 1,3 Zentimeter im Durchmesser und ist gut fünf Zentimeter lang. Damit besteht die Gefahr, dass es sich um ein Geschoss handelt, das noch explodieren könnte.

Foto: AANS
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Gefährliche Lage: Die Computertomografie (CT) zeigt, dass das Projektil (weiß) in die Schädelbasis eingedrungen ist.

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Vergleichsaufnahme: Lässt sich explosive Munition im CT erkennen? Die Ärzte schieben vier verschiedene Munitionstypen sowie ein Päckchen C4-Sprengstoff in die Röhre. Dort zeigt sich Folgendes ...

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(A) Panzerbrechende Leuchtspurmunition, bei der Explosionsgefahr droht: An der Basis des Projektils ist ein hellerer Bereich zu erkennen. Hier ist das Geschoss ausgehöhlt, darin befindet sich ein explosives Gemisch. (B) Vollmantelgeschoss, das keine Sprengladung enthält. (C) Panzerbrechendes Geschoss ohne Sprengladung. (D) Panzerbrechendes, hochexplosives Projektil, in dessen Spitze sich der Sprengstoff befindet. Das Dichtemuster der Spitze unterscheidet sich entsprechend von jenen der anderen Projektile. Das C4 ist auf dem CT nicht zu sehen.

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Nach der OP: Mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen entfernen die Chirurgen das Projektil aus dem Kopf der Patientin. Wie schon anhand des CT-Vergleichs angenommen, handelte es sich nicht um ein Explosivgeschoss. Die Frau konnte die Klinik nach wenigen Tagen wieder verlassen. Allerdings war auch zwei Wochen nach dem Eingriff das Augenlicht auf der betroffenen Seite nicht zurückgekehrt.

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