ProPublica: Gestifteter Journalismus - DER SPIEGEL
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ProPublica Gestifteter Journalismus

Die ProPublica ist eines der seltsamsten Medienprojekte der Welt: Eine Nonprofit-Investigativjournalismus-Webseite, deren Daseinszweck das verschenken von Inhalten an medien ist, um deren Qualität zu erhöhen. Als erste Web-Autorin überhaupt erntete eine ihrer Reporterinnen einen der begehrten Pulitzerpreise.
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Zurecht stolz: Knapp ein Jahr, nachdem ProPublica ihre volle Redaktionsstärke erreicht hat, gab es den ersten Pulitzerpreis für eine von der Benefiz-Webseite finanzierte Reportage. Nominiert war noch ein weiterer Beitrag, dessen Verfasser allerdings leer ausgingen. Sie werden es verschmerzen, denn für sie ...

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... wäre das schon der zweite Pulitzer geworden: Das kleine Redaktionsteam versammelt etliche Koriphäen des US-Journalismus. Denn die ProPublica spielt nicht in der gleichen Liga wie die meisten anderen Web-Unternehmungen, und das ...

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... beginnt schon bei der Besetzung der Chefsessel. Paul Steiger - hier auf einem Archivbild aus dem Jahr 2007, als die damals von ihm geleitete Redaktion gerade zwei Pulitzerpriese eingefahren hatte - war einst Redaktionsleiter des "Wall Street Journal". Auf den Chefposten eines Nonprofit-Unternehmens ließ er sich ...

Foto: BEBETO MATTHEWS/ AP
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... nur unter der Bedingung ein, absolut frei agieren zu können: Ideologische Einflüsse der im amerikanischen politischen Spektrum als links verorteten Finanziers verbat er sich mit Erfolg. Was ProPublica seitdem liefert, will qualitativ hochwertig und unabhängig sein - wie die hier zu sehende Katrina-Reportage "Deadly Choices" ...

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... von Sheri Fink. Die frischgebackene Pulitzer-Preisträgerin zeigt, was für Kaliber die Webseite auffährt: Die promovierte Ärztin weiß, wovon sie schreibt, weil sie selbst mehrere Jahre als Ärztin in Krisen- und Kriegsgebieten arbeitete. Ihre bei ProPublica erstveröffentlichte Arbeit ...

Foto: Lars Klove/ AP
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... erschien drei Tage später auch im "New York Times Magazine". So ist das gedacht mit ProPublica: Die Grundidee ist, große, relevante, kostspielig recherchierte Themen in die Medien hineinzutragen - ausdrücklich mit der Absicht, die Standards des Journalismus in Zeiten der Medienkrise hochzuhalten. Mit "Citizen Journalism" hat das ...

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... nichts zu tun, obwohl die Webseite die Interaktion mit ihren Lesern pflegt und sie gern auch als Informanten einspannt: Wer will, kann sich für Recherchebeiträge zur Verfügung stellen. Denn es sind nicht nur die großen Formate, die ProPublica pflegt, sondern vor allem ...

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... gesellschaftlich relevante - und die dürfen gern auch schnell und knapp sein. So sind es oft auch Beiträge des Blogs oder kurze Meldungen, die ihren Weg in die Medien finden. Denen steht es frei, sich bei ProPublica zu bedienen, solange die Beiträge nicht verfälscht werden. Ein Angebot, das neben TV-Stationen und Verlagen unter anderem auch die Nachrichtenagentur AP wahrnimmt.

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Liberale Finanziers: Marion und Herb Sandler machten ihr Vermögen mit Kredit- und Immobiliengeschäften - und finanzieren nun Gesundheits-, Wohltätigkeitsprojekte und Nonprofit-Medien.

Foto: MARCIO JOSE SANCHEZ/ ASSOCIATED PRESS
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