Protest auf Plakaten - DER SPIEGEL
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Studenten-Plakate Inlett, Hamlet, Kotelett

Sie spielen mit Buchstaben, Klischees und Ironie: Seit 1987 beteiligen sich Studenten am Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks. Sehen Sie hier eine Auswahl der besten Bilder aus knapp 30 Jahren.
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Im Jahr 1987 rief das Deutsche Studentenwerk erstmals dazu auf, Plakate zu entwerfen. Das Motto damals: "Mensa: Fachhochschulen gestalten Umweltschutz". Peter Mickenbecker von der Fachhochschule Darmstadt inspirierte es zu diesem Plakat - "Niemand will, dass Sie die Mensa auslecken!" Dafür erhielt er einen Sonderpreis.

Foto: Peter Mickenbecker
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Ein Jahr später wollte das Studentenwerk Plakate zu dem Thema "Umweltschutz im Studien- und Hochschulalltag und Ausländische Studierende in der Bundesrepublik Deutschland". Ingrid Rolf von der FH Münster entwarf damals dieses Plakat der Haarspray sprühenden Frau und wurde mit dem 3. Preis ausgezeichnet. Ihr Werk hat sie "Ozonloch" genannt.

Foto: Ingrid Rolf
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1989 drehte sich der Wettbewerb um das Thema "Gesundheit im Hochschulalltag". Helga Schnückel von der FH Münster präsentierte ihr Plakat "sin / cos" und bekam einen Anerkennungspreis dafür.

Foto: Helga Schnückel
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Angemalt: "Mobilität in Europa" lautete das Motto des Wettbewerbs im Jahr 1990. Christoph Schmitz von der Fachhochschule Köln belegte mit diesem Werk den ersten Platz mit "Pythagoras am Montparnasse".

Foto: Christoph Schmitz
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Bereits im Jahr 1991 rückte ein Problem in den Vordergrund, das auch heute noch viele Studenten in den Wahnsinn treibt: die schwierige Wohnraumsuche. Bettina Schnake von der FH Münster entwarf damals das Plakat "Wohntraum" und wurde mit dem ersten Preis bedacht. Motto des Wettbewerbs lautete "Bude oder Penthouse - Wohnen während des Studiums".

Foto: Bettina Schnake
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Rainer Weishaupt gestaltete im Jahr 1992 das Plakat "Tafel" und erhielt den zweiten Preis. Das Motto des Wettbewerbs lässt sich daran nicht so einfach erkennen. Es hieß "Doppelter Salto - Sport im Studienalltag."

Foto: Rainer Weishaupt
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Den dritten Preis gab es 1993 für dieses Plakat mit dem Namen "Austauschbar". Es stammt von Studenten der Bergischen Universität-Gesamthochschule Wuppertal. Entworfen haben es 1993 Caroline Halff, Angela Krebber und Marc Frowein. "Gemeinsam statt einsam - Warte nicht auf bessere Zeiten" war das Motto des damaligen Wettbewerbs.

Foto: Caroline Halff, Angela Krebber, Marc Frowein
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Da fließt was in den Abfluss: "Lass es nicht laufen" (dritter Preis) hat Jutta Kirchgeorg von der FH Rheinland-Pfalz ihr Plakat im Jahr 1994 genannt. Damals stand der Wettbewerb unter dem Motto "Hochschule in ökologischer Bewegung".

Foto: Jutta Kirchgeorg
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"Es ist normal, verschieden zu sein" war das Thema des Plakatwettbewerbs im Jahr 1995. Jutta Knipping von der FH Münster entwarf dieses Plakat und nannte es schlicht "verschieden sein". Sie erhielt den zweiten Platz dafür.

Foto: Jutta Knipping
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Carsten Bolk heißt der Künstler dieses Plakats mit dem Namen "crossing cultures" (zweiter Preis). Entworfen hat der Student der Universität Gesamthochschule Essen es im Jahr 1996. Damals wollte das Studentenwerk Plakate zum Thema "Kulturlandschaft Hochschule".

Foto: Carsten Bolk
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Ein Jahr später hat Carsten Bolk gleich noch einmal mitgemacht. Auch dieses Plakat stammt von ihm. 1997 lautete das Thema des Wettbewerbs "Aufwachen! Aufruf zur Einmischung in eigener Sache". Der Titel des Plakats erschließt sich, wenn man die fehlenden Buchstaben ergänzt.

Foto: Carsten Bolk
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Wer denkt sich das nicht ganz oft? "Ich will Schokolade!" So hat Maike Hoffmann von der Universität-Gesamthochschule Essen im Jahr 1998 ihr Plakat (erster Preis) genannt. Das Motto damals: "Studentenwerke: Viele Angebote - ein Konzept". Das Werk wurde damals öfter geklaut als jedes andere Motiv, das zuvor beim Plakatwettbewerb eingereicht worden ist.

Foto: Meike Hoffmann
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Unser persönlicher Favorit ist das Plakat "Rindvieh" von Johannes Unselt, der 1999 an der FH Wiesbaden studierte. Er erhielt den zweiten Preis bei dem Wettbewerb, der damals unter dem Motto "Grenzen überschreiten - Studium International" stand.

Foto: Johannes Unselt
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Da fehlt ja schon wieder was. Claudia Meyer von der FH Dortmund blickte im Jahr 2000 eher skeptisch in die Zukunft. Beim 14. Wettbewerb war das Thema "Zeitsprung: Studieren morgen". Trotz der Skepsis erhielt sie den ersten Preis.

Foto: Claudia Meyer
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"Inlett, Hamlet, Kotelett": Christian Gralingen gewann mit seinem leuchtend gelben Plakat den zweiten Platz. Das Motto des 15. Wettbewerbs (2001) hieß "Suche Bildung".

Foto: Christian Gralingen
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Die Germanistik-Studenten müssen sich die Sprüche schon seit Jahrzehnten gefallen lassen: Auf sie warte mal ein Job als Taxifahrer. Was Evelyn Findeisen und Ulrike Thalmann im Jahr 2002 an der Uni Potsdam genau studierten, ist nicht bekannt, aber sie setzten das Motto "Vom Hörsaal in den Job" sehr kreativ um. Es gab den zweiten Preis dafür.

Foto: Evelyn Findeisen, Ulrike Thalmann
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Was ein Deutscher in Paris macht, fragte sich Damian Murgalla von der Bergischen Universität Wuppertal - und gewann 2003 mit seiner Antwort beim 17. Plakatwettbewerb zum "Hochschulraum Europa" den ersten Preis.

Foto: Damian Murgalla
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Süüüüß: die "Stadtmusikanten", interpretiert von Steffen Müller von der Uni Duisburg Essen. Im Jahr 2004 hieß das Motto: "Chancengleichheit - gleiche Chancen?!"

Foto: Steffen Müller
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In strahlendem Blau leuchtet dieses Plakat von Julian Rueda von der FH Potsdam. Den zweiten Preis bekam er beim Wettbewerb "Ready? Go study!" im Jahr 2005 dafür.

Foto: Julian Rueda
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"Bääächelor": Sabine Buresch von der Bauhaus-Universität Weimar kritisierte die Umstellung der Studiensysteme und belegte damit einen dritten Platz beim 20. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks zum Motto "Das ideale Studium".

Foto: Sabine Buresch
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Huch, wer sitzt denn da? "Babyspind" hat Sarah Wöhler von der Hochschule Mannheim ihr Plakat gekannt. Damals ging es um das Motto "Kinder? Kinder!"

Foto: Sarah Wöhler
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Sieht aus nach Selbstoptimierung und dem unbedingten Wunsch, Zeit zu sparen. Studentische Fitness stand 2008 auf dem Programm des DSW. Ein Student der Liegestützen vor dem Laptop pumpt, das war Lena-F. Müllers Reim auf das Motto des Wettbewerbs im Jahr 2008 - erster Platz.

Foto: Lena¿F. Müller
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Welche Uni ist wirklich elitär? "Elite" Für alle?" lautete das Thema des 23. Wettbewerbs. Henning Kreitel hat mit seiner Antwort "Zieh einfach" den ersten Platz belegt.

Foto: Henning Kreitel
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Im Jahr 2010 beschäftigte sich das Studentenwerk mit dem Thema "Studium Digitale - Chancen und Risiken". Jan Lorenz von der Hochschule RheinMain wollte wissen "... und wie bist du analog so?"

Foto: Jan Lorenz
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"Alles Liebe?" - so hieß das Thema des Wettbewerbs ein Jahr später. Was das Plakat von Felix Bauer damit zu tun hat?" Da lässt sich nur mutmaßen. Aber der Student von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg erhielt den ersten Preis.

Foto: Felix Bauer
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Paul Philipp Raabe von der Hochschule Darmstadt ließ sich vom bekannten Physiker Albert Einstein inspirieren und entwarf im Jahr 2012 dieses Plakat. Im Gesicht Einsteins steht auch, wie es heißt - nämlich "Legasthenie ist relativ". Das Motto des Studentenwerks damals: "Studieren mit Behinderung oder chronischer Krankheit".

Foto: Paul Philippe Raabe
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Im Jahr 2013 wollte das Studentenwerk wissen: "Was isst du?". Tabea Dölker erhielt für ihre Antwort "Cheap" den zweiten Preis.

Foto: Tabea Dölker
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Halten da Micky Maus und Homer Simpson die Hand? Vielleicht. Vor zwei Jahren drehte sich der Wettbewerb um das Thema "Diversity? Ja bitte!" Nam Do Hoai erhielt für das Plakat den ersten Preis.

Foto: Nam Do Hoai
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Noch immer ist der Wohnraum für Studenten knapp. Wie man Platz sparen kann, hat Maurice Beretitsch 2015 vorgeschlagen. Das Bett einfach unterm Schreibtisch einreichten. "Wie ge-wohnt" lautete das Thema im vergangenen Jahr.

Foto: Maurice Beretitsch
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?