Irak Der Marsch der Jesiden
Jesidische Flüchtlinge (am 11. August): Rund 1000 Menschen sollen sich noch im Sindschar-Gebirge im Nordirak aufhalten - deutlich weniger, als bisher vermutet.
Jesiden an der irakisch-syrischen Grenze nahe des Übergangs Fisch Chabur: Die Lage der Geflohenen bleibt jedoch ernst.
Jesidische Familie in Fisch Chabur: Ein Sprecher des Pentagon sagte, eine Evakuierungsaktion sei nach den neuen Erkenntnissen "viel weniger wahrscheinlich".
Ein Hubschrauber landet auf der "USS George H.W. Bush" (Archivbild): Von hier starteten auch die Spezialeinheiten, die nach Erkundungen im Sindschar-Gebirge zu dem Schluss kamen, dass sich dort wesentlich weniger Menschen befänden als zunächst angenommen, meldet das Pentagon. Nach Luftschlägen der USA sei vielen gelungen, der Belagerung durch die IS-Terrormilizen zu entkommen.
Packen für die humanitären Hilfslieferungen (Archivbild): Die Verfolgten seien nach Abwürfen von Nahrung und Wasser durch US-Militärs besser versorgt als noch vor einigen Tagen, teilte Pentagonsprecher John Kirby mit. Die irakische Armee fliegt die Gegend seit Tagen mit wenigen Hubschraubern an, um Wasser, Essen und Medikamente abzuwerfen und Menschen aufzunehmen.
Angehörige der Jesiden demonstrierten an der Grenze für eine Rettungsaktion. "Rettet uns vor dem Islamischen Staat" steht auf einem Pappschild.
Ein Film einer Rettungsmission sorgte am Mittwoch für Aufsehen: Der österreichische Grünen-Politiker Michel Reimon begleitete einen Hilfsflug für Jesiden. Seine Aufnahmen zeigen, wie verzweifelt Dutzende Menschen versuchen, an Bord des Hubschraubers zu klettern. Einige schaffen es an Bord, viele nicht.
Andere wiederum haben sich auf den beschwerlichen und gefährlichen Fußweg aus den Bergen gemacht.