Protest Die Demo bei Daimler
Sie legten die Arbeit nieder: Daimler-Mitarbeiter stoppten am Mittwoch aus Protest gegen die C-Klasse-Verlagerung die Produktion in Sindelfingen. Bereits am Dienstag hatten Beschäftigte wütend protestiert (Bild).
Solidarische Porsche-Mitarbeiter: Auch von vielen anderen Autobauern reisten Kollegen am Dienstag an, um die Männer und Frauen von Mercedes zu unterstützen,...
...insgesamt brachte es die Protestaktion so auf etwa 12.000 Teilnehmer, die wütend gegen die Verlagerung der Mercedes-C-Klasse-Produktion in die USA protestierten.
"C-Klasse rein - Formel 1 raus" steht auf dem Banner, das die Demonstranten auf diesem Bild nach oben halten. Daimler hatte sich vor kurzem in das Weltmeisterteam Brawn GP eingekauft.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Fertigung der C-Klasse in Sindelfingen zur Diskussion steht. Viele Experten halten die Gedankenspiele, die das Management derzeit betreibt, deshalb für reine Taktik: Der angeschlagene Konzen wolle Druck auf die Mitarbeiter ausüben und Kosten senken.
Allerdings droht diesmal ein Großkonflikt, sollte der Daimler-Vorstand mit seinen Plänen Ernst machen. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Daimler AG, Erich Klemm, kündigte auch Demonstrationen an: "Das kann und wird von uns nicht akzeptiert werden."
Die Belegschaft von Daimler stehe eng zusammen, warnt die IG Metall. Wie stark die Empörung über die Pläne des Managements ist, zeigte der Massenprotest am Dienstag.