Protest gegen Trump Stillstand ohne Migranten
Von Fastfood-Restaurants über schicke Lokale bis zu kleinen Geschäften - landesweit sind in den USA am Donnerstag Dutzende Läden aus Solidarität mit Einwanderern geschlossen geblieben. Allein in Washington beteiligten sich rund 70 Restaurants am "Day Without Immigrants", einer Protestaktion gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump. Die Kampagne sollte zeigen, wie ein Tag in den USA aussieht, wenn Einwanderer nicht zur Arbeit gehen und auch nicht konsumieren. Das Bild zeigt einen geschlossenen Imbiss "Florida Avenue Grill" in Washington.
Einige Lokale blieben geschlossen, weil ihre Angestellten dem Aufruf folgten und nicht zur Arbeit erschienen, andere beteiligten sich aus Solidarität an der Aktion - so wie das Restaurant "VegeNation" in Las Vegas.
Auch in New York, Los Angeles und anderen Städten des Landes blieben Einwanderer zu Hause, nahmen ihre Kinder für einen Tag aus der Schule und fuhren weder einkaufen noch tanken. "Noni Fashion"-Besitzer Custo Diaz in New York beteiligte sich aus Solidarität ebenfalls an dem eintägigen Protest - er stammt selbst aus der Dominikanischen Republik und lebt seit mittlerweile 40 Jahren in den USA.
US-Präsident Donald Trump will unter anderem eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen, um illegale Übertritte einzudämmen. Ende Januar verbot er zudem per Dekret die Einreise für Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern und setzte das Flüchtlingsprogramm des Landes aus. Der Einreisestopp ist derzeit aber durch die Justiz blockiert. Mit dem "Day Without Immigrants" protestieren Arbeitnehmer und Arbeitgeber landesweit gegen die Einwanderungspolitik der US-Regierung.
Jose Lopez ist Besitzer des "La Michoacana Del Sur"-Restaurants in Albuquerque, New Mexico. Er schloss sein Restaurant am Donnerstag ebenfalls.
So wie hier in Los Angeles standen in den USA die Gäste vor Hunderten von Gaststätten und Restaurants in den USA vor verschlossenen Türen. Auf Zetteln informierten Belegschaft und Besitzer über den "Tag ohne Migranten".
Das Rollgitter bleibt unten: Vor allem Restaurants blieben aus Anlass des Protesttags gegen die Einwanderungspolitik von US-Präsident Trump geschlossen.
No business as usual: Die Unternehmen, die sich am Protesttag beteiligten und ihre Läden geschlossen hielten, wollten damit zeigen, wie wichtig ihre Mitarbeiter mit Migrationshintergrund im täglichen Leben der USA sind.
Ohne Personal gibt's auch keine Mahlzeiten: Ein Restaurant in Philadelphia steht am "Day Without Immigrants" leer.
"Dies ist die einzige Heimat, die ich und meine Kinder kennen", hat ein Ladenbesitzer auf das Transparent vor seinem geschlossenen Fischgeschäft auf dem Italienischen Markt in Philadelphia geschrieben.
Solidarität mit Migranten auch in Salt Lake City: Ein Kunde informiert sich auf dem ausgehängten Zettel über den Hintergrund der Protestaktion.