Proteste im Irak "Jedes Jahr machen sie dieselben Versprechen"
Seit rund einer Woche protestieren Menschen im Irak gegen die schlechten Lebensbedingungen, so wie hier in der Hauptstadt Bagdad.
Die Proteste begannen in der Ölstadt Basra im Süden des Landes, wo Aktivisten Autoreifen verbrannten und Straßen blockierten.
Auch südlich von Basra riegelten Aktivisten Straßen ab - in einem Gebiet, das für die Ölförderung sehr wichtig ist.
Lokalen Behörden zufolge wurde die Ölproduktion bisher nicht beeinträchtigt. Störungen könnten die ohnehin schwache irakische Wirtschaft ausbremsen und die weltweiten Ölpreise in die Höhe treiben.
Der amtierende Ministerpräsident Haider al-Abadi hat Zahlungen an Basra in Aussicht gestellt, um die Versorgung mit Trinkwasser, Strom und medizinischen Diensten zu verbessern.
Doch viele Menschen glauben nicht mehr an politische Versprechungen - und fordern al-Abadis Rücktritt, so wie hier in Bagdad.
Familie in Bagdad: Nach jahrelangen Kämpfen mit dem "Islamischen Staat" benötigt das ganze Land Milliardensummen für den Wiederaufbau.