Proteste in Ferguson Ron Johnson übernimmt
Ronald Johnson von der Highway Patrol des US-Bundesstaates Missouri trägt jetzt die Verantwortung für die Sicherheit in der Kleinstadt Ferguson. Dort war es nach den tödlichen Polizeischüssen auf den unbewaffneten schwarzen Teenager Michael Brown in den vergangenen Tagen zu Ausschreitungen gekommen.
Der Gouverneur von Missouri hat nun der Staatspolizei die Verantwortung übertragen. Johnson und seine Kollegen setzen auf Deeskalation.
Die lokalen Polizisten hatten sich in den Tagen zuvor mit schwerem Gerät den Protesten entgegengestellt - zur Befriedung trug dies nicht bei.
Zwar kam es auch am Donnerstag zu Protesten, diese verliefen aber friedlicher. Die Polizisten begleiteten und beaufsichtigten die Demonstranten ohne schwere Panzerung.
Johnson wuchs in der Gegend um Ferguson auf. Ihn in die Verantwortung zu stellen, war ein kluger Schachzug von Gouverneur Jay Nixon (l.). Es gehe darum, friedliche Demonstrationen zu ermöglichen, sagte der Gouverneur. "Darum, dass wir Gewalt nur anwenden, wenn nötig, dass wir einen Schritt zurücktreten."
"Es geht um Gerechtigkeit für Jedermann", sagte Johnson in Ferguson. Vor TV-Kameras hielt er auch ein Bild des erschossenen Michael Brown. "Es bedeutet mir auch persönlich eine Menge, dass wir die Spirale der Gewalt durchbrechen."
Der 19-jährige Emanuel Freeman schaut von einem Balkon auf die Menge in Ferguson. In der Stadt leben mehrheitlich Schwarze. Sie werfen der Polizei Rassismus vor.
Michael Brown war auf dem Weg zu seiner Großmutter als er von einem Polizisten erschossen wurde - es habe vorher einen Angriff auf den Beamten gegeben, teilte die Polizei mit. Doch Freunde und Familie des Toten glauben das nicht. Hier demonstriert ein junger Mann in Ferguson.
Der Tod von Michael Brown hat das Verhältnis zwischen Polizei und Bevölkerung in der Stadt in Missouri schwer beschädigt.
In den vergangenen Tagen kam Ferguson nicht zur Ruhe. Hier schmeißt ein Demonstrant vermutlich eine Rauchbombe der Polizei zurück.
Die Ordnungskräfte traten martialisch auf.
Am Donnerstag blieb es dann deutlich ruhiger. Auch Präsident Obama hatte zu Besonnenheit aufgerufen.