Protestlesung: Grass dampft gegen Atomkraft - DER SPIEGEL
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Protestlesung Grass dampft gegen Atomkraft

Kultur geht auch ohne Sponsoring: Ohne Lohn hat Günter Grass an einer Lesung teilgenommen. Den Schriftsteller drängt die Sorge vor der Atomkraft - der Protest richtet sich auch gegen eine Veranstaltungsreihe des AKW-Betreibers Vattenfall.
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Günter Grass bei der Protestaktion "Lesen gegen Atomstrom": Dass sie auf einem Vattenfall-Gelände stattfindet, direkt gegenüber dem Atomkraftwerk Krümmel, war seine Idee. Die konnte Vattenfall dem Schriftsteller schwer abschlagen - zu groß wäre der Imageschaden gewesen.

Foto: Christian Charisius/ dpa
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Rund 400 Atomkraftgegner und Grass-Fans kamen zu der Lesung. Sie ist auch eine Protestaktion gegen die von Vattenfall gesponserten Lesetage, die Mitte April in Hamburg stattfinden.

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Grass nannte es eine "Ungeheuerlichkeit", dass der NDR als Medienpartner der Vattenfall-Lesetage auftrete. In Sichtweite zum AKW Krümmel polterte er gegen die "immer mächtiger werdende Lobby" der Energiekonzerne in Berlin.

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Auf der Bühne redete sich Grass in Rage, danach gab er geduldig Autogramme - die Pfeife stets im Mund.

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Das Firmenlogo am Eingangstor zum AKW Krümmel wurde verdeckt. Vattenfall veranstaltet eine eigene Lesereihe in Hamburg, da wird das Logo wieder gut sichtbar sein.

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