Protokoll der "Landshut"-Entführung - DER SPIEGEL
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Protokoll der "Landshut"-Entführung "Wo sind die Schweine?"

Erstmals hat ein deutsches Ministerium Akten zur Entführung der Luftansa-Maschine "Landshut" 1977 freigegeben, darunter eine Art Operationstagebuch des Bonner Krisenstabes. Im Licht der Dokumente stellt sich die Geschichte des Dramas in vielen Teilen neu dar - ein Protokoll der Ereignisse. Von Klaus Wiegrefe
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Die "Landshut" in Rom: Am 13. Oktober landete die Lufthansa-Maschine "Landshut" auf dem Flughafen von Rom. Sie war auf dem Flug von Mallorca nach Frankfurt am Main von Terroristen entführt worden. Die Italiener ließen die Maschine jedoch gegen den Wunsch der Bundesregierung erneut starten.

Foto: AP
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Polaroid als Lebenszeichen: Mitglieder der Roten Armee Fraktion (RAF) entführten am 5. September 1977 den damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer. Als Lebenzeichen des Entführten schickten die Terroristen eine Polaroid-Foto.

Foto: dpa
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Baader, Ensslin und Monhaupt in Stammheim: Auf einem Foto des Bundeskriminalamts sind Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Brigitte Mohnhaupt am 5. Juli 1976 in Stuttgart-Stammheim zu sehen.

Foto: Bundeskriminalamt
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Wache vor dem Kanzleramt: Zwei Bundesgrenzschutzbeamte bewachen am 6. September 1977 auf einem gepanzerten Fahrzeug das Bundeskanzleramt in Bonn. Am Tag zuvor war Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer von Terroristen der RAF entführt worden. Mit ihrer Geisel wollten sie ihre in Stammheim einsitzende Führungsspitze freipressen. Der Fahndungsdruck zu dieser Zeit war enorm. Die RAF-Terroristen sollten unbedingt gefunden und verhaftet werden.

Foto: AP
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Ende in Stammheim: Andreas Baaders Leichnam wurde am Morgen des 18. Oktober 1977 in seiner Zelle in Stuttgart-Stammheim gefunden.

Foto: Staatsanwaltschaft Stuttgart
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Die Route der "Landshut": Das Passagierflugzeug sollte am 13. Oktober 1977 eigentlich nur von Palma de Mallorca nach Frankfurt am Main fliegen. Nach seiner Entführung folgte eine mehrtägige Odyssee, die erst am 17. Oktober in der somalischen Hauptstadt Mogadischu endete.

Foto: DER SPIEGEL
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RAF-Prozess in Stammheim: Die Bleistiftzeichnung eines Gerichtszeichners zeigt die Angeklagten (v.l.n.r.) Jan Carl Raspe, Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof im Gerichtssaal der JVA Stammheim. Der Prozess gegen die RAF-Terroristen hatte am 21.03.1975 begonnen. Am 28. April 1977 werden Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe nach etwas über zwei Jahren Verhandlungsdauer des Mordes und versuchten Mordes in mehreren Fällen schuldig gesprochen, Ulrike Meinhof wurde am 09.05.1976 erhängt in ihrer Zelle aufgefunden. Das Urteil und seine Begründung verkündet der Vorsitzende Richter des Zweiten Strafsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart, Foth, fast drei Stunden lang vor einer leeren Anklagebank. Denn die Terroristen waren zuvor in einen Hungerstreik getreten, um sich gegen ihre Haftbedingungen zu wehren.

Foto: A0009 dpa-Archiv/ DPA
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Präsident Mohammad Siad Barre: Der somalische Präsident nutze die Geiselkrise, um mit dem Westen ins Geschäft zu kommen. Andere Staaten, darunter auch Verbündete Deutschlands wie Italien, stahlen sich aus der Verantwortung.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?