Prozess in Berlin Der Fall Nasser
Nasser im Kriminalgericht Moabit: Angeklagt sind sein Vater und zwei Onkel - sie sollen den homosexuellen Teenager entführt haben, um ihn im Ausland mit einer Frau zu verheiraten.
Die Angeklagten erschienen nicht vor Gericht. Hier sind ihre Verteidiger zu sehen.
Wegen der Abwesenheit der Angeklagten setzte Richterin Gisela Hampel die Hauptverhandlung aus und ließ den Fall auf Antrag der Staatsanwaltschaft in ein sogenanntes Strafbefehlsverfahren übergehen. Den Angeklagten wird die Entscheidung (90 Tagessätze à 15 Euro) zugeschickt. Wenn sie innerhalb von zwei Wochen keinen Einspruch einlegen, sind sie rechtskräftig verurteilt und gelten als geständig.
Nasser im Gespräch mit Filmemacher Rosa von Praunheim. "Ich bin kein Mensch, der sich versteckt", sagt der 18-Jährige. Er will, dass seine Geschichte bekannt wird.