Prüfstaub: Dreck nach DIN-Norm - DER SPIEGEL
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Prüfstaub Dreck nach DIN-Norm

Helmut Parr verdient sein Geld mit Staub, Preis 200 Euro pro Kilo. Allerdings handelt es sich nicht um schnöden Allerweltsdreck, sondern um Prüfstaub, streng genormt und steril. Seine Spezialität: Fitnessstudio-Wollmäuse mit Schweiß-Beilage.
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Weißes Gold: Helmut Parr hat eine besondere Vorliebe für Staub, er verdient sogar sein Geld damit. Staub, wie er ihn herstellt, kann ab 20 Euro pro Kilo geliefert werden. mehr…

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Graue Flocken: Der Inhalt eines Staubsaugerbeutels ist für die meisten Menschen einfach nur Dreck - für ihn ist er ein Forschungsobjekt.

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Krosse Krümel: Der Beschaffenheit echten Staubs empfindet Parr seine sterilen und gesundheitlich unbedenklichen Prüfstäube nach, allesamt aus anderen Substanzen nachgemischt.

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Eimerweise Dreck: Mehr als hundert Kilogramm pro Monat stellt Helmut Parr von seinen synthetischen Staubflocken her.

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Erfolgsprodukt: Besonders begehrt ist der Prüfstaub Typ acht. Er wird zum Testen von Staubsaugern verwendet. Weil Parrs Stäube genormt sind, lassen sich Filter und Staubsauger damit tatsächlich vergleichen.

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Man nehme... Die Mischungen werden von Hand hergestellt, nach penibel eingehaltenen Rezepten.

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...dann unterheben... Als Zutaten dienen unter anderem Zellulose- und Mineralienpulver sowie fein geschnittene Baumwolle.

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Flockenfantasie: So wird feinstes Gekrümel ebenso simuliert...

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...wie dicke Flusen und Wollmäuse. Allerdings sieht das alles nicht ganz so unappetitlich aus wie im Original.

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Geschäftsumstellung: Früher hat Parrs Firma selbst Filteranlagen hergestellt, hauptsächlich für den Bergbau. Daher der Name DMT, Deutsche Montantechnologie.

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Sonderauftrag: Für besondere Einsatzzwecke mischt Parr auch spezielle Stäube, etwa einen besonderen Schmutz, der die Bedingungen in Fitnessstudios nachbildet oder einen, mit dem Geldautomaten getestet werden können.

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