Prypjat vor der Katastrophe - DER SPIEGEL
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Prypjat früher Die Atomstadt vor dem Super-GAU

Sie feierten Partys, verliebten sich, bekamen Babys: Für die Bewohner von Prypjat glich die Zeit vor dem Super-GAU einem Paradies - aus dem sie abrupt vertrieben wurden.
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Tusch und Trommelwirbel: Aufmarsch der Jungpioniere von Prypjat, einst eine Stadt voller Leben. Zur Zeit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 lebten knapp 50.000 Menschen in der Stadt, darunter 15.500 Kinder.

Foto: Society of Disabled Chernobyl Zemlyaki/ Prypyat.com
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Straßenszene in Prypjat, das Foto entstand 1977. Prypjat wurde während der Breschnew-Ära als gigantische Siedlung für die Arbeiter des Kernkraftwerks Tschernobyl mit 13.414 Wohneinheiten am Reißbrett entworfen. In dem Maße, in dem das Atomkraftwerk ausgebaut wurde, sollte auch die Stadt vergrößert werden und die Bevölkerungszahl steigen. Angepeilt waren für die Zukunft 80.000 Menschen - aber dazu kam es nie.

Foto: Ukrinform/ V.N. Lysenko
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Das kulturelle Zentrum der Stadt war der Kulturpalast "Energetik". In dem gigantischen Gebäude befanden sich unter anderem eine Discothek, ein Theater, eine Bibliothek, ein Restaurant und eine Sporthalle.

Foto: Society of Disabled Chernobyl Zemlyaki/ Prypyat.com
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Feuerbringer Prometheus: Blick auf den Hauptplatz von Pripjat (Aufnahme von 1980). Im Vordergrund ist rechts die berühmte Prometheus-Statue zu sehen. Sie huldigt dem griechischen Titan, der den Menschen das Feuer brachte - ein Symbol der grenzenlosen Atom-Euphorie jener Jahre.

Foto: Ukrinform/ Georgij Udovichenko
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Party in der Atomstadt: Ausgelassen vergnügen sich die Bewohner in der "Edison-2"-Disco, die regelmäßig im Kulturpalast "Energetik" stattfand. Prypjat war eine extrem junge Stadt mit einem Altersdurchschnitt von etwa 26 Jahren. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Lebensmitte im Jahr 2015 bei 46,3 Jahren.

Foto: Society of Disabled Chernobyl Zemlyaki/ Prypyat.com
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Das Café Prypjat: Zahlreiche Menschen tummelten sich bei Sonnenschein am Ufer des Flusses sowie auf der Terrasse des berühmten Café Prypjat.

Foto: Society of Disabled Chernobyl Zemlyaki/ Prypyat.com
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Tag des Neptun: Eine Jacht auf dem Fluss Prypjat, nach dem die Atomstadt benannt ist. Im Sommer vergnügten sich die Menschen am Strand zum Baden, Sonnen und Grillen. Auf diesem Foto feierten die Bewohner den "Tag des Neptun": ein Fest, das damals an jedem Strand und in jedem Sommerkamp der Pioniere zum Pflichtprogram gehörte. Das Fest geht auf die Äquatortaufe zurück, ein Ritual von Seeleuten, die zum ersten Mal auf See den Äquator überquerten.

Foto: Society of Disabled Chernobyl Zemlyaki/ Prypyat.com
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Die Stadt, die im Teenageralter starb: Eines der Wohngebiete von Pripjat (Aufnahme von 1974). "Prypjat ist die einzige Stadt der Welt, deren Alter so leicht zu berechnen ist: 1970 (Gründung) bis 1986 (Untergang)", schrieb der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch einmal.

Foto: Ukrinform/ V.N. Lysenko
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Überall Plattenbau: Die Kurtschatow-Straße in Prypjat (Aufnahme von 1982). Die Stadt war in fünf Mikrodistrikte aufgeteilt, die sich kreisförmig um das Stadtzentrum gruppierten.

Foto: Ukrinform/ Vladimir Repik
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Festliches Prypjat: Die Männer in Anzügen und weißem Hemd, die Frauen in ihren schönsten Kleidern, mit Blumen in der Hand - eines der zahlreichen Feste, die in Prypjat gefeiert wurden.

Foto: Society of Disabled Chernobyl Zemlyaki/ Prypyat.com
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Narrenkappen und Luftballons: Mit dem Maslineza-Fest, das dem europäischen Karneval entspricht, feierten die Menschen im Zentrum von Prypjat den Abschied vom Winter. Die Männer auf dem Podium trugen Narrenkappen und Rauschebärte, die Kinder traditionelle Trachtengewänder.

Foto: Society of Disabled Chernobyl Zemlyaki/ Prypyat.com
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Tag des Sieges: Mit dieser Parade feierte die Bevölkerung von Prypjat am 9. Mai 1985 den 40. "Tag des Sieges" über das Deutsche Reich. Der zentrale Feiertag wurde 1965 in der damaligen Sowjetunion eingeführt.

Foto: Society of Disabled Chernobyl Zemlyaki/ Prypyat.com
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Fototermin am Ortseingang: Das monumentale Ortsschild am Eingang der Atomstadt mit dem Gründungsdatum 1970 - es erstrahlte einst in feierlichem Weiß, ebenso wie das Hochzeitspaar, das auf dem Foto posiert. In Prypjat lebten Menschen aus zahlreichen Teilen der Sowjetunion. Die meisten waren als Arbeiter, Ingenieure und Wissenschaftler im vier Kilometer entfernten Kernkraftwerk beschäftigt.

Foto: Society of Disabled Chernobyl Zemlyaki/ Prypyat.com
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Hoher Lebensstandard: Lebensmittelgeschäft im Zentrum von Prypjat (Foto von 1978). Der Lebensstandard in der modernen Atomstadt war vergleichsweise hoch, die Einwohner verdienten im Schnitt dreimal so viel wie im Rest der Sowjetunion.

Foto: Ukrinform/ Vladimir Samohotskij
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Aufstrebende Atomstadt: Zwei Kinder laufen auf diesem Bild von 1980 durch das Stadtzentrum. Prypjat liegt im Norden der Ukraine, 110 Kilometer von Kiew und 16 Kilometer von der Grenze zu Weißrussland entfernt.

Foto: Ukrinform/ Juzef Mosenzhnik
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In nächster Nähe zum AKW: Stadtansicht von Prypjat (Aufnahme von 1982). Die sogenannte "Straße der Enthusiasten" verband Prypjat mit dem vier Kilometer entfernten Kernkraftwerk Tschernobyl.

Foto: Ukrinform/ Vladimir Repik
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Mit der "Rakete" nach Prypjat: Blick auf den Fluss und das dahinter liegende Café Prypjat (Aufnahme von 1978). Das Speedboot, damals "Rakete" genannt, fuhr zwischen Kiew und der Atomstadt hin und her.

Foto: Ukrinform/ Vladimir Samohotskij
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"Eine der glücklichsten Städte der UdSSR": Sonnenuntergang in Prypjat - der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch nannte Prypjat einmal "eine der glücklichsten Städte der UdSSR". Die Bauweise der Siedlung galt als ausgezeichnet, mehrfach gewann die Atomstadt den Architektur- und Planungspreis der Sowjetunion.

Foto: Society of Disabled Chernobyl Zemlyaki/ Prypyat.com
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