Pulitzer-Preis zum 100. Mal verliehen - DER SPIEGEL
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100. Mal Pulitzerpreis Klatsch, Tratsch und Watergate

Zum 100. Mal werden die Pulitzerpreise vergeben. Die höchste Journalistenehre der Welt begann als posthumes Prestigeobjekt - doch gilt heute, trotz allen Renommees, als zu konventionell und beliebig.
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Preisstifter aus Ungarn: Joseph Pulitzer, geboren 1847 im ungarischen Makó als Sohn einer deutschen Mutter, fand nach seiner Einwanderung in die USA über Umwege zum schrillen Boulevardjournalismus. In seinem Testament verfügte er die ehrwürdigen Pulitzerpreise, um seinen schlechten Ruf zu retten.

Foto: AP
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26 Stockwerke hoch: Der Redaktionssitz von Pulitzers "New York World" (hier 1893), gleich neben der City Hall, war einer der ersten Wolkenkratzer in Manhattan und kurzzeitig sogar der höchste der Welt. Das Gebäude wurde 1955 abgerissen.

Foto: Fox Photos / Getty Images
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Yellow Kid: Pulitzers "New York World" war unter anderem bekannt für ihre Cartoons und Karikaturen - wie diesen grellgelb kolorierten Comic "Yellow Kid" von Zeichner Richard F. Outcault. Einer Legende zufolge liegt hier der Ursprung für den Begriff der sensationsheischenden "Yellow Press".

Foto: Library of Congress
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"Gelbe Pest": Joseph Pulitzer selbst war vor dem Spott der Presse nicht sicher. Hier ist er als "gelbe Pest" zu sehen, wie er seine lange Nase durchs Fenster in die Kriegspläne von US-Präsident William McKinley steckt.

Foto: Universal History Archive / UIG / Getty Images
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Kampf der Giganten: Pulitzers erbitterte Rivalität mit dem Verleger Randolph William Hearst war legendär. Die beiden überboten sich mit immer schlimmerem Gossenjournalismus - hier als "Yellow Kids" karikiert.

Foto: Library of Congress
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Ausgezeichneter Journalist: Reporter Herbert Bayard Swope, der erste Pulitzerpreisträger, 1916 im Kreise deutscher Soldaten.

Foto: Library of Congress
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Fotografisches Denkmal: 1945 wurde AP-Fotograf Joe Rosenberg für diese Aufnahme mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. Sie zeigt US-Marineinfanteristen, die auf der japanischen Insel Iwojima das Sternenbanner hissen - Vorild für zahllose Denkmäler.

Foto: Joe Rosenthal / AP
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Schmacht lass nach: 1936 gewann die Schriftstellerin Margaret Mitchell für ihr legendäres Südstaatenepos "Vom Winde verweht" den Pulitzerpreis. Hier eine Szene aus der Hollywoodverfilmung mit Clark Gable und Vivien Leigh von 1939.

Foto: dpa
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Furchtlose Frau: "New York Herald Tribunes"-Korrespondentin Marguerite Higgins erhielt den Pulitzerpreis 1951 für ihre Berichterstattung aus dem Koreakrieg.

Foto: YUICHI ISHIZAKI/ AP
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Mogelpackung: 1981 gewann Janet Cooke von der "Washington Post" den renommierten Preis für eine Reportage über ein heroinsüchtiges Kind - die sich später jedoch als erfunden entpuppte. Cooke gab den Preis zurück.

Foto: Charles Tasnadi / AP
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Die Watergate-Enthüller: 1973 wurden die Reporter Carl Bernstein (l.) und Bob Woodward von der "Washington Post" für ihre Enthüllung des Watergate-Skandals geehrt.

Foto: AP
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Das Leid der Kim Phuc: 1972 schoss der Fotograf Nik Ut dieses Bild von südvietnamesischen Kindern, die nach einem Napalmangriff aus ihrem Dorf fliehen. Das Foto, das unter anderem die damals neunjährige Kim Phuc (Mitte) zeigt, ging um die Welt, 1973 wurde Ut dafür mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.

Foto: Nick Ut/ AP
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Der größte Trompeter aller Zeiten: 1997 gewann Wynton Marsalis als erster Jazzmusiker in der Geschichte einen Pulitzerpreis für sein Lebenswerk und seine Musik. Er ist laut Maurice André "möglicherweise der größte Trompeter aller Zeiten."

Foto: Marcy Nighswander / AP
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Ausgezeichneter Pilot: 1954 wurde Luftfahrtpionier Charles Lindbergh für seine Autobiografie mit dem renommierten Preis geehrt. Das Werk trägt den gleichen Titel "The Spirit of St. Louis".

Foto: Associated Press
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?