Griechenland-Fund Putschversuch an der Akropolis?
Blick auf die Ausgrabungsstätte: Der Friedhof wurde in der Zeit zwischen dem 8. und dem 5. Jahrhundert vor Christus benutzt.
Kinderschädel in einer Keramik: Auf diese Weise wurden im antiken Griechenland häufig Kinder und Jugendliche bestattet.
Auch normale Bestattungen fanden die Forscher bei ihrer Arbeit.
Insgesamt wurden mehr als 1500 Menschen auf dem Friedhof beigesetzt. Er liegt zwischen Athen und dem Hafen von Piräus.
Doch ungewöhnlich sind diese Toten: Sie wurden offenbar achtlos in eine Grube geworfen - zudem fanden die Archäologen Spuren eines gewaltsamen Todes.
Noch ungewöhnlicher ist dieser Fund: Leiche an Leiche liegen die Toten da, die Hände alle nach oben über den Kopf gestreckt, die Reste der Fesseln sind noch deutlich zu sehen.
"Sie wurden alle in derselben Art und Weise exekutiert - was auch immer passiert ist, es war gewaltsam. Aber trotzdem wurden die Toten mit Respekt beigesetzt", sagt Grabungsleiterin Stella Chryssoulaki.
Chryssoulaki glaubt deshalb, die Spuren eines gescheiterten Staatsstreichs gefunden zu haben - dem sogenannten Kylonischen Frevel.
Um das Jahr 632 v. Chr. soll Kylon, der ehemalige Sieger der Olympischen Spiele, seine Popularität ausgenutzt haben, um gewaltsam an die Macht zu kommen. Doch die Aktion scheiterte. Ihm selbst soll die Flucht gelungen sein, doch seine Anhänger wurden getötet. Doch ob es sich wirklich um die Überreste seiner Anhänger handelt, müssen erst weitere Untersuchungen klären.