Quadrocopter Helfen im Flug
Quadrocopter im Flug: Gerade im Krisenfall sind Menschen besonders stark auf die lädierten Kommunikationsnetze angewiesen: Besorgte Verwandte versuchen herauszubekommen, wie es ihren Lieben geht; Opfer wollen um Hilfe rufen, Rettungskräfte ihre Einsätze koordinieren. Quadrocopter sollen eines Tages die zerstörte Kommunikationsinfrastruktur wieder aufbauen helfen.
Doktorand Simon mit Quadrocopter: Im leichten Wind des Sommernachmittags hebt die rund ein Kilogramm schwere Maschine sanft ab und schwebt wie eine fliegende Geburtstagstorte zwischen den Universitätsgebäuden.
Simon mit Doktorvater Andreas Mitschele-Thiel: Mehrere Sensoren übermitteln ständig Positionsdaten an einen kleinen weißen Laptop am Boden. Was auf den ersten Blick wie ein etwas exzentrisches Hobby anmutet, soll eines Tages Menschen in Extremsituationen helfen.
Mühevolle Bastelarbeit: Vier flugfähige Quadrocopter gibt es bisher in Ilmenau. Die Fluggeräte mit den Federbeinchen sind allesamt Einzelstücke, jedes von ihnen sieht ein wenig anders aus.
Langer Weg bis zur Serienreife: Eine Idee davon, wie viel bis zu einem tatsächlichen Einsatz der Funkflieger noch zu tun ist, bekommt man in einem kleinen, vollgestopften Raum unter dem Flachdach des Informatik-Gebäudes. Wie in einem Hobbykeller sieht es hier aus.
Vor dem Start: Auf einem handelsüblichen Quadrocopter-Bausatz bringen die Informatiker ihre Technik unter: Kommunikationsantennen für drahtlose Internetverbindungen und den Bluetooth-Funkstandard, einen Prozessor, wie er in modernen Handys zum Einsatz kommt, Sensoren zur Lageerkennung, und so weiter.
Ilmenauer Informatikgebäude: In diesen Tagen werden gerade acht neue Exemplare für die Flotte gebaut. In einem sogenannten Girlscamp werkeln Zweierteams aus Masterstudentinnen und Schülerinnen am Nachschub für die fliegende Flotte. Sogar aus Ägypten und Pakistan kommen junge Frauen nach Thüringen, um die Geräte zu bauen und zu testen.
Quadrocopter im Einsatz: Bisher fehlt den Fluggeräten aus Ilmenau noch wichtiges Zubehör - und zwar für ihre Verbindung zum Handy-Netz. Das liegt am zu hohen Gewicht der nötigen Technik, das die Flugzeit zu sehr begrenzen würde.