Rabatz in Tirol: Uni brennt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Rabatz in Tirol Uni brennt

Verkehrte Welt in Innsbruck: Politik und Rektor unterstützen die Besetzung ihrer eigenen Uni. Viele Studenten wollten dagegen erreichen, dass ein besetzter Hörsaal wieder freigegeben wird. Die Studentenschaft ist gespalten.
1 / 10

Protest vor schneebedeckten Gipfeln: Im österreichischen Innsbruck halten einige hundert Studenten seit zwölf Tagen die Stadt in Atem. Sie haben die Aula ihrer Uni besetzt und den Saal in Anlehnung an das ebenfalls besetzte Audimax in Wien "Sowimax" getauft. Während Bürgermeisterin und Rektor die Protestierern loben, schimpfen manche Studenten im Internet auf die Besetzer und rufen nach der Polizei. mehr...

Foto: SoWiMax
2 / 10

Das "Sowimax" in Innsbruck: Abends zischen die Dosenbiere, dann wird diskutiert, oft bis nach Mitternacht. Das sei doch "Universität im besten Sinne", sagt Uni-Rektor Karlheinz Töchterle.

Foto: SoWiMax
3 / 10

Innsbruck hat markante Bauwerke, die sich gut mit Demobannern behängen lassen. Hier weht das "Free Uni"-Plakat der Besetzer an der Europabrücke der Brennerautobahn in fast 200 Metern Höhe.

Foto: SoWiMax
4 / 10

Gut passt das Banner auch zur berühmten Innsbrucker Skisprungschanze. Hier findet traditionell das dritte Springen der Vierschanzentournee statt.

Foto: SoWiMax
5 / 10

Dieser arme Knochenmann soll zeigen, wie schlecht es um die Unis steht. Unter den Innsbrucker Studenten stammen auch viele aus Deutschland, und die kleine Bildungsambulanz in der Fußgängerzone...

Foto: SoWiMax
6 / 10

...scheinen die Tiroler Passanten zumindest interessant zu finden.

Foto: SoWiMax
7 / 10

Andrea Umhauer, 23, kommt aus Deutschland und studiert in Innsbruck Pädagogik. Sie ist eine der Pressespecherinnen der "Sowimax"-Besetzer und sagt: "Wir fanden uns nicht mehr von der ÖH vertreten." Die Österreichische Hochschülerschaft ist die bundesweite Studentenvertretung. Zunächst zögerlich bis ablehnend, ist die ÖH inzwischen auf den Protestzug der Besetzer aufgesprungen; in Innsbruck allerdings stehen die ÖH-Vertreter der konservativen ÖVP nahe.

Foto: SoWiMax
8 / 10

Klassischer Protest: Streikende und Blockierer schichten gern aufeinander, was sie so finden. In Innsbruck wie anderswo eigenen sich Stühle hervorragend, um daraus Haufen zu errichten.

Foto: SoWiMax
9 / 10

Die Studenten fühlen sich im Massenbetrieb Uni zu Nummern degradiert - und die tragen sie in Form ihre Matrikelnummern auf weißen Gesichtsmasken vor sich her.

Foto: SoWiMax
10 / 10

"We care for you": Studenten aus der norddeutschen Tiefebene packen "Care"-Pakete für die Streikenden in Österreich. Bei einer Tour von Nord nach Süd sollen in mehreren Städten Soli-Packerln gesammelt und dann in Wien übergeben werden. Als Stationen sind Kassel, Marburg, Nürnberg und München geplant.

Foto: A3803 Jochen Lübke/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?