Radfahren in Moskau Masochist oder Selbstmörder?
Fahrradfahrer vor dem Kreml: Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin möchte die Metropole zur Fahrradhauptstadt Europas machen.
Eine Stadt im Kriechgang: Moskau ist für seine endlosen Staus bekannt, im Schnitt verbringen die motorisierten Hauptstädter zwei Tage pro Monat im Stau.
Sergej Sobjanin: Im Oktober 2010 löste er den beliebten, aber der Korruption verdächtigten Jurij Luschkow als Bürgermeister der größten Stadt Europas ab. Jetzt will Sobjanin bei der nächsten Wahl mit dem Fahrradthema punkten.
Leihstation für Fahrräder: Im Stadtzentrum sind seit diesem Sommer 30 Stationen in Betrieb, 70 weitere sind in Planung. Insgesamt soll das Projekt zehn Millionen Euro kosten.
Traurige Bilanz: Trotz einer riesigen Werbekampagne loggten sich die Moskauer bisher nur 10.000-mal in das System ein.
Bahn frei für Radfahrer (Radtag im Mai 2012): Der Verkehr in der russischen Hauptstadt ist chaotisch und brutal. 12.000 Menschen sterben jährlich bei Verkehrsunfällen.
Kompliziertes Verfahren: Wer einen Drahtesel mieten will, muss sich mit der Kreditkarte im Internet und bekommt dann per SMS einen Code zur Abholung des Fahrrads geschickt.
Moskauer Metro: Wer im Winter nicht Metro oder Auto fährt, ist entweder Masochist oder Selbstmörder.
Metro-Station: Die Untergrundbahn in der russischen Hauptstadt fährt im 90-Sekunden-Takt - und ist mit seinen wunderschönen Haltestellen ein Erlebnis für jeden Touristen.