Radsportklassiker Paris-Roubaix Tortur de France
Schlammungeheuer: Dem Fotografen Christian Biville ist im Jahre 2001 dieser mit Schlamm besudelte Fahrer vor die Linse geraten - um welchen Teilnehmer es sich handelte, konnte nicht mehr ausfindig gemacht werden.
Gestürzt: Mitunter nimmt der Staub bei Paris-Roubaix den Fahrern jede Sicht. Ständig kommt es zu Stürzen - bei Wallers-Arenberg erwischte es 1988 den Schweizer Alfred Achermann.
Schlammloch: Wenn es regnet, verwandelt sich die Strecke in ein glitschiges Schlammbad. Diese Fahrer versuchen beim Rennen von 1960, den gröbsten Morast zu umfahren.
Fahrerphantome: Regnet es, verwandelt sich die Strecke beim Rennen Paris-Roubaix in eine Schlammschlacht. Ist es trocken, wird sie meist zur Staubhölle, wie hier beim Rennen von 2000.
Drama am Straßenrand: Beim Rennen Paris-Roubaix passieren am laufenden Band Unfälle - hier ein verunglückter Radrennfahrer 1975. Zuschauer helfen ihm, doch auch Sanitäter und ein eifrig knipsender Fotograf sind schon vor Ort.
Wie ein geprügelter Hund: Die Haare stehen ihm noch zu Berge und noch nicht einmal seine Handschuhe hat er ausgezogen - diesem Fahrer ist nach dem Radrennen Paris-Roubaix 1992 die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben.
Markanter Radrennprofi: Am 19. April 1896 gewann der deutsche Josef Fischer die erste Ausgabe von Paris-Roubaix. Das Markenzeichn des damals 31-Jährigen war sein Schnurrbart in Form eines Fahrradlenkers.
Übellaunig: Das Auge geschwollen, das Rad entzwei und verbogen - so hatte sich Jacques Cadiou seine Teilnahme am Rennen 1967 nicht vorgestellt. Ein Schlagloch setzte ihn außer Gefecht und weil seine Helfer mit dem Ersatzrad nicht kamen, musste er ihnen entgegenlaufen.
Pas Roland - ein Kilometer, der für die Fahrer scheinbar niemals endet. Hier werden sie 1967 bei Mons-en-Pévèle mit großem Beifall empfangen. Rudi Altig, der im Weltmeistertrikot wie ein wilder Stier in die Pedale tritt, blendet alles aus - bis auf Eddy Merckx, der ihm im Nacken sitzt.
Geisterfahrer: Bei solchen Verhältnissen, wie hier 1977, kann man durchaus die Orientierung verlieren. Dieser Fahrer will allerdings nicht nach Paris zurück, sondern richtet lediglich seinen Lenker, der sich von dem Geschüttel auf den Pflastersteinen verdreht hatte.
Erster Start: Am Ostersonntag, den 19. April 1896, um 5.30 Uhr fiel der erste Startschuss für Paris-Roubaix. In der ersten Reihe dabei: Der spätere Sieger Josef Fischer aus Deutschland (Mitte).
Ab durch die Pfütze: Beim Radrennen Paris-Roubaix führen Überholmanöver auch schon mal durch kleinere Binnengewässer, wie hier beim Lauf von 1981.
Schlammassel: Am Ende eines Regenrennens sind die Fahrer meist von einer Schlammschicht bedeckt - wie hier Eric Vanderaerden bei der Fahrt von 1987.
Pause wegen Panne: Immer wieder greifen auch Zuschauer in den Rennverlauf ein, wie hier, wo sie dem Fahrer Henry Anglade bei der Reparatur helfen. Sein Gesicht ist vor Schmutz kaum noch zu erkennen, aber die Mühe lohnte sich - Angalde landete 1959 mit zwölf Minuten Rückstand auf den 65. Platz.
Abgekämpft: Der ehemalige Bergarbeiter Charles Meunier ist 1929 bei der Ehrung zu erschöpft, um nach seinem Sieg beim Radrennen Paris-Roubaix ein strahlendes Siegerlächeln aufzulegen.
Voll in die Pedale: 1929 gingen die Radprofis noch mit Fliegerbrillen und einem Ersatzschlauch auf dem Buckel an den Start. Dafür hatten sie noch immer keine Gangschaltung. Die wurde erst in den dreißiger Jahren erfunden.
Vor der Ziellinie: Noël Foré fliegt 1959 vor seinen Ausreißerkollegen Gilbert Desmet und Marcel Janssen dem Sieg entgegen. Das Trio hat die allgemein akzeptierte Ansicht widerlegt, bei Paris-Roubaix könnten lange Ausreißversuche niemals erfolgreich sein. Mit insgesamt 17 Ausreißerrn sind sie bei La Folie Bonneuil durchgestartet - und 166,5 Kilometer danach immer noch vorne.
Radknäuel: Der Besenwagen ist im Velodrom angekommen. Jetzt müssen die enttäuschten Geschlagenen vor dem Duschen ihre verhakten Rennräder wieder heil vom Dach heben. Foto von 1967.
Städtisches Pflaster: In der Belle Époque waren die meisten Städte gepflastert. Sollte Paris-Roubaix in den sechziger Jahren Probleme bekommen, genug Pflasterstrecken für das Rennen zu finden, war zu dieser Zeit - das Foto stammt aus dem Jahr 1914 - Asphalt eine Rarität.
Überflieger: Fausto Coppis Freude über seinen Sieg 1950 hält sich in Grenzen. Im Vorjahr musste sein Bruder Serse sich nach einer nachträglichen Entscheidung des Radsportverbands den ersten Platz mit André Mahé teilen. 1950 ist der Campionissimo (im Trikot des Italienischen Meisters) zurückgekehrt, um sich zu revanchieren. Er hat das Feld förmlich überflogen - der Zweitplatzierte Diot erreicht erst zwei Minuten und 40 Sekunden nach Coppi das Ziel.
Grausamstes Pflaster der Strecke: Diese Straße bei Wallers-Arenberg, Foto von 1968, mag zwar nur 2400 Meter lang sein, aber sie ist genauso hart und dramatisch wie der Anstieg bei der Alpe-d'Huez-Etappe der Tour de France. Man beachte die Ruppigkeit des Kopfsteinpflasters!
"Weiter, weiter!" Diese alte Dame scheint den beim Rennen 1978 gestrauchelten Fahrer anzufeuern. Doch zunächst muss er auf sein Begleitfahrzeug warten - und ohnmächtig zuschauen, wie das Feld an ihm vorbeirast.
Karambolage: Zwei Fahrer sind bei diesem Rennen 1998 aneinandergeraten - keine Seltenheit auf der gepflasterten Strecke bei Wallers-Arenberg, die als der schwerste Part der Strecke Paris-Roubaix gilt. Gut zu erkennen: eine Karambolage zieht gleich die nächste nach sich.