Radteststand Forschen am Marsantrieb
DLR-Mitarbeiter Marco Scharringhausen am Radteststand: Hier entwickeln Bremer Forscher Räder für Mond- und Marsmissionen.
Geplanter Rover "Exomars" (Computergrafik): Das europäisch-amerikanische Fahrzeug - aktuell geplanter Starttermin ist 2018 - soll auf einer Art aufgerollter Panzerkette fahren.
Modell des "Exomars"-Rovers: Die Messinstrumente auf dem Nachbau des Forschungsfahrzeugs sind noch nicht installiert. Einstweilen sorgen Bleibatterien für ein realistisches Gewicht. Das Modell ist rund 80 Kilogramm schwer. So wollen die Forscher dieselben Radlasten wie auf dem Mars simulieren. Der "Exomars"-Rover soll beim Start rund 250 Kilogramm auf die Wage bringen, auf dem Mars ist die Schwerkraft aber nur etwa ein Drittel so stark wie auf der Erde.
Marslandschaft (aufgenommen vom Nasa-Mars-Rover "Opportunity" im September 2006): Auf dem Roten Planeten sind die Bodenverhältnisse viel gleichmäßiger als auf der Erde: Es gibt sandige Oberflächen und Steine - aber keine Seen, Moore oder, sagen wir, Kiesstreifen.
Fahrspur des Rovers "Spirit" mit Raddefekt (im April 2009): Der kleine Rover der US-Weltraumbehörde Nasa hat sich mittlerweile in der Nähe des Marskraters "Troy" im losen Untergrund festgefahren.
"Spirit" (im August 2005): Noch sendet der Rover brav Messergebnisse, doch bald kommt der finstere Marswinter. Dann gibt es nicht mehr genug Energie für die Solarzellen, und die Chancen für ein Aufwachen der maladen Maschine ein paar Monate später sind eher hypothetisch.
DLR-Teststand in Bremen: Radtests, so zeigt sich bei einem Besuch, können eine ziemlich schmutzige Angelegenheit sein. Aus Quarzsand und Kalk mischen die Bremer ihren Möchtegern-Marsboden. Und überall im Labor ist der feine Staub verteilt: auf dem Boden, als feine Schicht auf allen Ablageflächen - und nach kurzer Zeit auch auf den Kleidern der Gäste.
Riesensandkiste: Am Haken des Roboterarms testen die DLR-Forscher ihren Roverantrieb immer wieder. Bis der Forschungsroboter abhebt, dürfte indes noch einige Zeit vergehen. Im Jahr 2016 soll im Rahmen des "Exomars"-Programms zunächst eine Forschungsplattform auf dem Roten Planeten landen, die sich nicht vom Fleck bewegen kann. Zwei Jahre später wird dann wohl der Rover folgen - wobei sich der Zeitplan durchaus noch verschieben kann.
Verschiedene Radkonzepte: Die Nasa setzt für ihre Missionen auf festgefügte Zylinder, die Bremer vertrauen hingegen auf flexible Räder.