Rätselhafter Ruck Versteckte Bebennaht, zerrüttete Stadt
Schwer getroffen: Ein Mann wird aus den Trümmern gezogen.
Auch die Christchurch Cathedral, ein Wahrzeichen der Stadt, wurde von dem Beben erheblich beschädigt. Der Turm des Gotteshauses brach zusammen.
Erschütterungskarte: Das Beben war weiträumig zu spüren (gelbe Zone). In Christchurch zerrte es mancherorts mit nahezu zweifacher Erdbeschleunigung (2g) an den Gebäuden - die Kraft ist stärker als der Ruck, den ein Formel-1-Rennwagen bei voller Beschleunigung erzeugt.
Epizentrum: Das Beben ereignete sich nur sechs Kilometer südöstlich des Stadtzentrums.
Bisherige Risikozonen: Bislang glaubten Experten, Erdbebengefahr bestünde in Neuseeland vor allem nahe der Alpine-Störung, die Neuseelands Südinsel im Westen und die Nordinseln im Osten durchzieht. An ihr schrammen die Indisch-Australische und die Pazifische Erdplatte aneinander vorbei. Dort können sich sogar Extrembeben der Stärke 8 ereignen. Gebäude müssen dort entsprechend stabil gebaut sein. Christchurch galt als wenig gefährdet - bis letzten September ein Starkbeben die Stadt erschütterte.
Vergleich: Ein Seismologe zeigt die Aufzeichnungen zweier Beben vom Montag, eines auf den Philippinen, das andere in Neuseeland. Das neuseeländische zeigt deutlich größere Ausschläge - es hatte die Stärke 6,3.
Ein schweres Erdbeben hat Neuseeland erschüttert. Nun beginnen die Aufräumarbeiten. Hier versuchen Feuerwehrleute, ein in Brand geratenes und halb eingestürztes Gebäude in der Stadt Christchurch zu löschen.
Die Einwohner von Christchurch versuchen, sich Trost zu spenden. Hier umarmen sich zwei Frauen im Stadtzentrum von Christchurch vor einem kollabierten Gebäude.
Hilfskräfte suchen in den Trümmern eines Hauses nach Überlebenden der Naturkatastrophe.
Parkhaus in Christchurch: Der Ruck des Bodens hat die Autos nahe an die Kante befördert.
Diese geparkten Autos wurden unter den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes begraben.
Abgeschüttelt: Eisbrocken stürzten bei dem Beben in den Tasmansee.
Dieses Auto wurde von einem heruntergefallenem Gebäudeteil zerstört.
Die Einwohner von Christchurch erkennen ihre Stadt nicht wieder. Vielerorts müssen sie sich ihren Weg durch die Trümmerlandschaft suchen.
In Neuseeland hatte am frühen Nachmittag die Erde gebebt.
Die Rettungskräfte müssen bei ihren Einsätzen vorsichtig sein. Viele Gebäude sind so stark durch das Beben beschädigt, dass sie einzustürzen drohen.
Das neuseeländische Fernsehen berichtet von den Rettungsmaßnahmen. Hier suchen Rettungskräfte auf dem zusammengesackten Pyne-Gould-Guinness-Gebäude nach Überlebenden.
Einer der bekannten Straßenbahnwagen von Christchurch ist von Schutt und Staub verhüllt.
Das Beben der Stärke 6,3 erschütterte die zweitgrößte neuseeländische Stadt Christchurch in der Mittagszeit, als Büro- und Kaufhäuser sowie Restaurants und Cafés voll besetzt waren.
Der Bürgermeister von Christchurch, Bob Parker, rief den Notstand aus.
Mindestens 65 Menschen starben. Zahlreiche Häuser stürzten ein.
"Es ist das Bild totaler Zerstörung", sagte Premierminister John Key, der kurz nach dem Beben nach Christchurch geeilt war.
Die Zahl der Toten könne noch steigen, so die Befürchtung. "Dies könnte Neuseelands schwärzester Tag werden", sagte Key.
Durch das Beben wurden ganze Straßenzüge von Christchurch überflutet.
Die Erderschütterungen sorgten teilweise für erhebliche Bodenverwerfungen wie hier auf der Armagh Street in Christchurch.
Die Betondecke vieler Straßen riss auf.
Die Menschen in diesem Hochhaus schlugen Fenster ein, um den Rettungskräften einen schnellen Zugang zum Gebäude zu ermöglichen.