RAF-Erbe - DER SPIEGEL
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RAF-Erbe "Wir mussten verlieren"

Karl-Heinz Dellwo war Mitglied des RAF-Kommandos, das 1975 bei der Besetzung der Deutsche Botschaft in Stockholm zwei Geiseln tötete. Heute ist er einer der wenigen Ex-Terroristen, die sich öffentlich äußern; in diesen Tagen erscheint seine Autobiographie. Die Gewalt der RAF sei "völlig überzogen" gewesen, sagt Dellwo im Interview mit einestages. Die Forderung nach Zeichen von Reue lehnt er ab.
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Karl-Heinz Dellwo: Der frühere RAF-Terrorist Karl-Heinz Dellwo (r.) auf dem Weg zur Gerichtsverhandlung. Der wegen der Beteiligung an dem Überfall auf die Deutsche Botschaft in Stockholm im April 1975 zu lebenslanger Haft verurteilte Dellwo hatte sich in einer persönlichen Erklärung vom Terrorismus losgesagt.

Foto: Scheidemann/ picture-alliance / dpa
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RAF-Anschlag in Stockholm: Der damalige deutsche Außenminister, Hans-Dietrich Genscher (2. v. l.), besichtigt am 25. April 1975 die Trümmer der deutschen Botschaft in Stockholm. Sechs Mitglieder des RAF-Kommandos "Holger Meins" hatten am Tag zuvor mit äußerster Brutalität, aber ohne Erfolg versucht, mit der Besetztung der Botschaft 26 Gesinnungsgenossen aus deutschen Gefängnissen freizupressen. Die Terroristen erschossen zwei Diplomaten und zündeten später eine Bombe im Gebäude.

Foto: DPA
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Holger Meins wird verhaftet: Verhaftung des RAF-Terroristen Holger Meins in Frankfurt am Main am 1. Juni 1972. Meins starb am 9. November 1974 an den Folgen einee Hungerstreiks und wurde für die RAF und ihr Umfeld so zum Märtyer. Nach ihm benannte sich das RAF-"Kommando Holger Meins", das im April 1975, wenige Monate nach seinem Tod, die deutsche Botschaft in Stockholm angriff.

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Die Pfarrerstochter und der Macho: Andreas Baader und Gudrun Ensslin auf der Anklagebank vor der Urteilsverkündung im sogenannten Brandstifter-Prozess in Frankfurt am 31. Oktober 1968.

Foto: AP
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Karl-Heinz Dellwo: Karl-Heinz Dellwo, früheres Mitglied der RAF, porträtiert im März 2007 in Berlin. Dellwo war an dem RAF-Kommando beteiligt, das 1975 die Deutsche Botschaft in Stockholm besetzte. Zwei deutsche Geiseln wurden bei der Aktion getötet.

Foto: Getty Images
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Der RAF-Terrorist Bernd Rössner vor Prozessbeginn in Düsseldorf: RAF-Terrorist Bernd Rössner vor Prozessbeginn gegen die Stockholmer Geiselnehmer am Düsseldorfer Oberlandesgericht. Rössner und die drei Mitangeklagten Lutz Taufer, Karl-Heinz Dellwo und Hanna Krabbe mussten sich wegen des Überfalls auf die Deutsche Botschaft in Stockholm 1975 verantworten.

Foto: DPA
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Abtransport eines verletzten Botschafts-Attentäters ins Krankenhaus: Das "Kommando Holger Meins" der RAF hatte am 24. April die Botschaft überfallen, den Militärattaché Andreas von Mirbach erschossen und 12 Botschaftsangehörige als Geiseln genommen. Da die Forderung der Terroristen nach Freilassung von 26 in der Bundesrepublik inhaftierten RAF-Genossen nicht erfüllt wurde, erschossen sie am 25. April den Wirtschaftsexperten Heinz Hillegaard und zündeten mehrere Sprengladungen. Die Geiseln konnten, zum Teil schwer verletzt, befreit werden, alle Terroristen wurden festgenommen.

Foto: AP
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Prozess gegen Karl- Heinz Dellwo: RAF-Terrorist Karl-Heinz Dellwo (4.v.l.). Auf dem Weg zum Prozessbeginn gegen die Stockholmer Geiselnehmer im Düsseldorfer Oberlandesgericht steigt er vom Hubschrauber in ein Polizeiauto um. Dellwo und die drei Mitangeklagten Lutz Taufer, Bernhard Rössner und Hanna Krabbe mussten sich wegen des Überfalls auf die Deutsche Botschaft in Stockholm 1975 verantworten.

Foto: DPA
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Abschied von Andreas von Mirbach: Der Militärattaché Andreas von Mirbach von den Geiselnehmern durch Schüsse lebensgefährlich verletzt. Er starb noch am selben Tag im Krankenhaus.

aus:

Wer gab euch das recht zu morden?

"Die Geschichte der RAF-Opfer", ein Film von Anne Siemens und Henning Rütten

Foto: NDR
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Deutscher Botschafter Dietrich Stoecker verletzt: Der Terroranschlag auf die Deutsche Botschaft in Stockholm am Donnerstag, 24.04.1975, hat drei Todesopfer gefordert. Botschafter Dietrich Stoecker, der hier von seinem Sohn gestützt wird, trug Brandverletzungen an den Händen davon, als die sieben Terroristen, die dem harten Kern der Baader-Meinhof-Gruppe zugerechnet werden, einen Sprengsatz zündeten.

Foto: AP
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Terroranschlag auf die Deutsche Botschaft: Das Obergeschoss der Deutschen Botschaft in Stockholm wurde durch ein Feuer am 24. April 1975 stark beschädigt, nachdem eine Gruppe von deutschen Terroristen das Gebäude überfallen und Geiseln genommen hatte. Als die schwedische Polizei das Gebäude stürmte, kam es nach der Detonation von Sprengstoff zu einem Großbrand.

Foto: AP
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Brennende Deutsche Botschaft in Stockholm: Mit der Geiselnahme von Botschaftsangehörigen und dem Einsatz von Sprengladungen versuchte eine Gruppe von RAF-Terroristen Häftlinge freizupressen. Nach Detonationen brennt das oberste Stockwerk der Botschaft.

Foto: AP
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