Ralf Rangnick Auf und Ab eines Trainers
Nur noch zum Abwinken: Ralf Rangnick bekommt bei Hoffenheim im Moment wenig Erfreuliches geboten. Das Team ist in der Rückrunde wie im Vorjahr erneut abgestürzt, so dass...
...selbst die artigen Hoffenheim-Fans es nicht mehr ertrugen und am vergangenen Wochenende nach dem 0:2 gegen den 1. FC Köln eine Sitzblockade organisierten. Rangnick stellte sich den enttäuschten Anhängern.
Auch Mäzen Dietmar Hopp konnte es zuletzt nicht mehr mitansehen, was sein Team da zusammenspielte.
Dabei hatte es zwei Jahre vorher noch alles so gut ausgesehen, als Hoffenheim sensationell den Aufstieg in die Bundesliga schaffte und Hopp (vorne) mit dem Team feierte.
Rangnick hatte in der Folgezeit viel Gelegenheit, die Arme hochzureißen. Hoffenheim stürmte in beeindruckender Weise bis zum Herbstmeistertitel durch die Liga.
Vor allem die Stürmer wie Chinedu Obasi (Mitte) und Demba Ba sorgten für Begeisterung.
Als Hoffenheim dann im Dezember auch noch die Verpflichtung des ehemaligen Nationaltorhüters Timo Hildebrand (r.)bekanntgab, sprachen die ersten schon von der Champions League.
Mit der Verletzung von Top-Torjäger Vedad Ibisevic in der Winterpause begann dann der Hoffenheimer Niedergang.
Das Team stürzte in atemberaubender Weise von der Tabellenspitze. Statt Jubel war jetzt Verärgerung an der Seitenlinie angesagt.
Dabei wäre Rangnick so gerne auf Augenhöhe mit Trainern wie Bayern-Coach Louis van Gaal. Doch mit diesem Team scheint das nicht mehr zu klappen.
Rangnicks Zukunft liegt denn auch im Ungewissen. Er besitzt noch einen Vertrag bis 2011 - ob er ihn erfüllt, wie er beteuert, wird allerdings schon öffentlich angezweifelt.
Auch bei anderen Stationen war vorzeitig Schluss wie auf Schalke, wo er das Management mit einer öffentlichen Ehrenrunde im Stadion provozierte und daraufhin freigestellt wurde.
Schalke-Manager Rudi Assauer (r.) ersetzte Rangnick daraufhin durch dessen langjährigen Assistenten Mirko Slomka. Die Freundschaft zwischen Rangnick und Slomka ging dadurch zu Bruch.