Wildpferd-Rodeo in Galicien Fang das Fohlen!
Wildpferde im Nebel: Am Morgen noch grasen die kleinen Garañons friedlich in Mougas. Bald beginnt die legendäre Treibjagd auf sie in den Bergen im Nordwesten Spaniens.
Hunderte Pferde müssen ihre Weidegründe kurzzeitig verlassen - die "Rapa das Bestas" steht an. Das Wildpferd-Rodeo ist in Galicien eine Tradition, die seit dem 15. Jahrhundert gelebt wird.
Die Garañons, wie die Galicier die Wildpferde nenne, werden zusammengetrieben und in einem Gehege gehalten.
Dann wird den kleinwüchsigen Pferden die Mähne und der Schweif geschnitten und sie werden gebrandmarkt.
Mutprobe: Junge Männer versuchen sich auf den ungezähmten Hengsten so lange wie möglich zu halten. Die Pferdebändiger wollen ihre Kraft und ihren Mut beweisen.
Fohlen auf der Flucht: Die Stuten werden nach der Kennzeichnung wieder in die wilden Berge in die Freiheit entlassen, die jungen Hengste werden an Pferdeschlachter verkauft.
Schmerzhafte Prozedur: Die "Rapas" werden immer wieder kritisiert. Tierschützer beanstanden den Stress, dem die Wildtiere ausgesetzt werden.
Zähmung Widerspenstige: "Scheren der Wildpferde" heißt das Fest übersetzt. Bis die Pferde überhaupt geschoren werden können, tobt erst mal ein Kampf.
Wieder in Freiheit: Die Rodeos finden von Mai bis Juni statt. Die Anreise zu den Sammlungsplätzen ist oft nicht einfach, viele Einheimische kommen gleich mit dem eigenen Pferd.
Schimmel in den Bergen: Für die Galicier haben die Wildpferde von jeher eine spirituelle Bedeutung.