Rassismus in Schulbüchern - DER SPIEGEL
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Oberschule in Sachsen Rassismus in Schulbüchern

Von "negriden", "europiden" und "mongoliden Rassekreisen" ist in einem sächsischen Schulbuch die Rede - erst auf öffentlichen Druck hin zieht es der Schulleiter aus dem Verkehr.
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Das Themenheft "Naturwissenschaften: Biologie, Chemie, Physik - Farben" erschien 1998 im Verlag "Volk und Wissen" und vermittelt rassistische Stereotype: Die abgebildeten Personen werden dem "negriden", dem "europiden" und dem "mongoliden Rassekreis" zugeordnet. Das Buch war in Sachsen an mindestens einer Schule bis Ende 2018 im Einsatz.

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Die Schüler sollten unterschiedliche Augen-, Nasen- und Haarformen bestimmten "Rassekreisen" zuordnen. Die Schule fand das offenkundig unproblematisch, erst Elternproteste machten die rassistisch anmutenden Inhalte öffentlich.

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Das sächsische Kultusministerium verwies zunächst auf die Schule: Welche Unterrichtsmaterialien verwendet werden, liege alleine in der Verantwortung des Schulleiters. Mittlerweile hat das Ministerium die Schulen aber angewiesen, das Arbeitsheft nicht mehr zu benutzen.

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Auch aus anderen Bundesländern melden Eltern rassistische Lehrmaterialien: Dieses Arbeitsblatt mit einem Wilhelm-Busch-Gedicht wurde in einer vierten Grundschulklasse in Hessen eingesetzt - zum Erlernen von adverbialen Bestimmungen. Textprobe: "Ein Mohr, aus Bosheit und Pläsier, beschießt das Elefantentier."

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