Raumsonde Rosetta Rendezvous mit Asteroid Steins
Fotografisches Protokoll einer Annäherung: Am Freitagabend nähert sich "Rosetta" dem Steinbrocken "Steins" ...
... der mit einem Durchmesser von annähernd fünf Kilometer nicht zu den großen Asteroiden im Gürtel zwischen Mars und Jupiter gehört.
Die Zahl dieser Asteroiden kann nur geschätzt werden: Über 400.000 hat man gezählt, die Gesamtzahl dürfte in die Millionen gehen.
Aus der Nähe werden Konturen sichtbar: Deutlich zu sehen sind zahlreiche Krater-Strukturen, wo Steins entweder von kleineren Meteoriden getroffen wurde oder mit anderen Asteroiden kollidierte.
Genau hier liegt auch das Risikopotential der schweren Brocken: Während sie sich normalerweise in einer stabilen Umlaufbahn um die Sonne bewegen, sind sie doch leicht genug, um durch Kollisionen aus der Bahn geworfen zu werden - und sonnewärts trudelnd der Erde nahe zu kommen.
Im Extremfall schlagen sie dann ein: Mindestens zwei der sechs großen Massenartensterben, bei denen 50 Prozent und mehr aller Lebewesen ausgelöscht wurden, sollen auf solche Einschläge zurückgehen. Ein Objekt von der Masse von "Steins" wäre mehr als hinreichend, um eine globale Katastrophe auszulösen.
Das ist eines der Ziele der Mission von "Rossetta": Struktur und Verhalten von Asteroiden und Kometen zu erforschen, um verlässlichere Methoden für ein Frühwarnsystem zu entwickeln. Für dieses Bild brauchen Sie eine 3D-Brille: Dann sehen Sie räumlich in Raum.