Brio Vom Spankorb zur Eisenbahn
Ravensburger und Brio - das passt nach Ansicht beider Unternehmen zusammen. Der süddeutsche Spiele- und Buchhersteller kauft die schwedische Firma.
Figuren von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer mit einer Brio-Eisenbahn: Die Geschichte der Firma begann 1884. Gründer Iva Bentsson investierte seine Ersparnisse und verkaufte Holzkörbe nach Dänemark. Erst 1907 erweiterte die Firma ihr Angebot und produzierte die ersten Spielzeuge - darunter ein Holzpferd auf Rollen.
Die traditionsreiche Holzeisenbahn, die heute durch viele Kinderzimmer rollt, kam 1958 auf den Markt. In den darauffolgenden Jahren expandierte Brio weltweit - und hat heute Töchter in Deutschland, Frankreich und Japan sowie Vertriebspartner weltweit.
2004 übernahm der schwedische Investor Proventus die Mehrheit an dem Familienunternehmen. Nach einer neuen Sortiments- und Produktstrategie musste der Investor Brio mit einer Kapitalspritze aus einer Liquiditätskrise helfen. Inzwischen wächst die Firma mit Sitz in Malmö wieder profitabel, Gewinnzahlen veröffentlicht Brio jedoch nicht. 2013 lagen die Umsätze bei 38 Millionen Euro.
Innerhalb der Ravensburger Gruppe soll Brio als Tochter weitergeführt werden. Das Unternehmen ist bekannt durch seine Gesellschaftsspiele, wie hier etwa Memory.