Real Life Superheroes: Sie helfen im Superheldenkostüm - DER SPIEGEL
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Real Life Superheroes Mit Umhang und Latexanzug

Sie nennen sich Mr. Xtreme oder Freedom Fighter und tragen quietschbunte Kostüme: In den USA kämpfen selbsternannte Superhelden gegen Ungerechtigkeit.
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Sie tragen kunterbunte Kostüme und helfen ihren Mitmenschen: Sogenannte Real Life Superheroes sind in Gruppen in vielen US-Großstädten unterwegs. Sie verteilen Essen an Obdachlose, sammeln Spenden für Bedürftige, helfen Alten über die Straße, setzen Betrunkene in ein Taxi oder gehen auf nächtliche Patrouille, um Schlägereien zu verhindern. Die Fotografin Verena Brandt hat ein paar dieser selbsternannten Superhelden begleitet.

Foto: Verena Brandt
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Vor allem begleitete Brandt die "Xtreme Justice League" aus San Diego, die aus rund zehn Real Life Superheroes besteht. Zu einer typischen Aufgabe der Gruppe gehört die nächtliche Sicherheitspatrouille, um Obdachlose zu beschützen. Einige Tage bevor dieses Bild entstand, wurden mehrere Obdachlose im Schlaf von einem Unbekannten angegriffen, mit Messerstichen verletzt und angezündet.

Foto: Verena Brandt
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Die "Xtreme Justice League" trifft sich abends immer vor der Hall of Justice in San Diego, um anschließend gemeinsam durch die Straßen zu ziehen. Lightfist und Grim warten hier auf weitere Mitglieder der Gruppe.

Foto: Verena Brandt
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Wirkliche Einsätze für die selbsternannten Helden gab es kaum. "Die meiste Zeit passierte nichts", sagt Brandt. "Wir sind oft stundenlang durch die Straßen gerannt auf der Suche nach einer Aufgabe."

Foto: Verena Brandt
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Um bei der "Xtreme Justice League" mitzumachen, muss man mindestens 18 Jahre alt sein und an einem Selbstverteidigungs- sowie Deeskalationskurs teilgenommen haben.

Foto: Verena Brandt
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Der Real Life Superhero Chrimson Fist (links) sagt: "Ohne diese Aufgabe würde ich mich nur wie ein halber Mensch fühlen." Die Motivation der Superhelden ist sehr unterschiedlich. Den meisten geht es jedoch darum, Gutes zu tun und sich gegen Ungerechtigkeit einzusetzen.

Foto: Verena Brandt
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Mr. Xtreme hat im normalen Leben drei Jobs: zwei als Wachmann und einen als Straßenkehrer. Seine Leidenschaft ist es aber, durch die Straßen zu patrouillieren. Die Real Life Superheroes sind ganz normale Menschen, die in ihrem alltäglichen Leben gewöhnlichen Berufen nachgehen, nur in ihrer Freizeit schlüpfen sie in ihre Rolle.

Foto: Verena Brandt
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Das, was die Real Life Superheroes wirklich machen, gleicht eher der Tätigkeit eines Sozialarbeiters als der eines Superhelden - denn für alles andere gibt es die Polizei. Diese duldet die Männer und Frauen, solange sie sich nicht in ihre Arbeit einmischen.

Foto: Verena Brandt
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Die meisten der Real Life Superheroes sind zwar Comicfans, doch ihre Charaktere sind eigene Kreationen - das ist Pflicht. Der als Hip Hop Trooper verkleidete Mann darf sich daher nicht Real Life Superhero nennen - der Charakter erinnert zu stark an die Stormtrooper aus der Star-Wars-Reihe.

Foto: Verena Brandt
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Einmal jährlich organisieren verschiedene Gruppen der Real Life Superheroes eine Veranstaltung für sich und ihre Freunde - immer an einem anderen Ort. Bei einem Benefizkonzert in San Diego sammeln in diesem Jahr Mitglieder der "Legacy Initiative" aus Salt Lake City Spenden für Bedürftige.

Foto: Verena Brandt
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Vortex hat eine andere Möglichkeit gefunden, Geld zu sammeln, und posiert für Fotos auf einem Mittelstreifen. Bei sommerlichen kalifornischen Temperaturen macht ihm sein neuer maßgeschneiderter Latexanzug aus China zu schaffen.

Foto: Verena Brandt
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Immer wieder werden die Real Life Superheroes mit Vorurteilen konfrontiert. Vigilante Spider erklärt einer Strandbesucherin, dass sie nicht alle Soziopathen sind: "Ich bin ein ganz normaler Mann, ich habe einen regulären Job und bin glücklich verheiratet."

Foto: Verena Brandt
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?