Recep Tayyip Erdogan: "Mesut Özil wurde verstoßen" - DER SPIEGEL
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Erdogan kritisiert Deutschland "Mesut Özil wurde verstoßen"

Der türkische Präsident zeigte sich vor seiner Abreise zufrieden mit seinem Staatsbesuch - nicht aber mit Deutschlands Rolle im Fall Özil. Erdogan machte deutlich, dass sich für den Präsidenten des Ex-Nationalspielers hält.
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Am letzten Tag seines Deutschlands-Besuchs weihte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Ditib-Moschee in Köln ein.

Foto: Henning Kaiser / dpa
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Erdogan beim Gebet. Die Moschee wurde mit einer Rede des türkischen Präsidenten eröffnet.

Foto: THILO SCHMUELGEN/ REUTERS
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Zur Eröffnung erschienen Hunderte Gäste.

Foto: HANDOUT/ REUTERS
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In seiner Rede kritisierte Erdogan den Umgang Deutschlands mit dem ehemaligen Fußballnationalspieler Mesut Özil und seinem Nationalmannschaftskollegen Ilkay Gündogan, die nach einem Foto mit Erdogan starker Kritik ausgesetzt waren.

Foto: FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX/Shutterstock
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Erdogan machte keinen Hehl daraus, dass es sich als Präsident der beiden deutschen Staatsbürger Özil und Gündogan sieht: "Ich konnte es als ihr Präsident schwer ertragen, dass diese jungen Leute, die es bis in die Nationalmannschaft geschafft hatten, ausgestoßen wurden."

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Kölner Bewohner protestieren gegen Erdogans Besuch. Der Schriftzug: "Diktatoren sind nicht willkommen".

Foto: FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX/Shutterstock
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Vor der Eröffnung der Moschee hatte Erdogan Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) am Kölner Flughafen getroffen. Im Gespräch ging es unter anderem um Justiz und Menschenrechte.

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Erdogan reiste nach dem Gespräch weiter zur Eröffnung der Ditib-Moschee in Köln. Laschet hatte einen gemeinsamen Auftritt in dem Bauwerk abgesagt.

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Erdogan winkt bei seiner Ankunft vor der Moschee seinen Anhängern zu.

Foto: SASCHA SCHUERMANN/ AFP
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Die Polizei war beim Köln-Besuch von Erdogan mit Tausenden Beamten im Einsatz. Rund um die Ditib-Moschee legten Stadt und Polizei einen großen Sicherheitsbereich fest.

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Es handelt sich um einen der größten Polizeieinsätze in der Kölner Geschichte. Hier überwachen zwei Scharfschützen den Flughafen Köln/Bonn vor der Ankunft Erdogans.

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Erdogan-Anhänger schwenken Fahnen und jubeln im Umfeld der Ditib-Zentralmoschee. Die Zeremonie zur Eröffnung der Ditib-Zentralmoschee in Köln wird in deutlich kleinerem Rahmen stattfinden als ursprünglich vorgesehen: Eine geplante Veranstaltung vor der Moschee, zu der Tausende Anhänger Erdogans erwartet wurden, wurde aus Sicherheitsgründen untersagt.

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Die Ditib habe kein ausreichendes Sicherheitskonzept vorgelegt, sagte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Deshalb könne die Veranstaltung im Außenbereich nicht stattfinden. Hier ist sie gemeinsam mit Nordrhein-Westfalens Regierungschef Laschet zu sehen.

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Demonstranten versammeln sich zu einer Kundgebung gegen Erdogan. Statt der erwarteten 10.000 Teilnehmer kamen Schätzungen zufolge etwa 2000 Menschen zusammen.

Foto: Oliver Berg/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?