Erdogan trifft Laschet Überschattete Beziehungen
Am letzten Tag seines Deutschland-Besuchs traf Recep Tayyip Erdogan Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) am Kölner Flughafen. Im Gespräch ging es unter anderem um Justiz und Menschenrechte.
Erdogan reiste nach dem Gespräch weiter zur Eröffnung der Ditib-Moschee in Köln. Laschet hatte einen gemeinsamen Auftritt in dem Bauwerk abgesagt.
Erdogan bei der Ankunft: Mit einer Rede soll er die Moschee einweihen.
Die Polizei ist beim Köln-Besuch von Erdogan mit mehr als 3000 Beamten im Einsatz. Rund um die Ditib-Moschee haben Stadt und Polizei einen großen Sicherheitsbereich festgelegt.
Es ist einer der größten Polizeieinsätze in der Kölner Geschichte. Hier überwachen zwei Scharfschützen den Flughafen Köln/Bonn vor der Ankunft Erdogans.
Erdogan-Anhänger schwenken Fahnen und jubeln im Umfeld der Ditib-Zentralmoschee. Die Zeremonie zur Eröffnung der Ditib-Zentralmoschee in Köln wird in deutlich kleinerem Rahmen stattfinden als ursprünglich vorgesehen: Eine geplante Veranstaltung vor der Moschee, zu der Tausende Anhänger Erdogans erwartet wurden, wurde aus Sicherheitsgründen untersagt.
Die Ditib habe kein ausreichendes Sicherheitskonzept vorgelegt, sagte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Deshalb könne die Veranstaltung im Außenbereich nicht stattfinden. Hier ist sie gemeinsam mit Nordrhein-Westfalens Regierungschef Laschet zu sehen.
Demonstranten versammeln sich zu einer Kundgebung gegen Erdogan. Statt der erwarteten 10.000 Teilnehmer kamen bis zum Mittag Schätzungen zufolge etwa tausend Menschen zusammen.