Reemtsmas Zwangsarbeiter Tabakrausch im Osten
Im Dienst für Deutschland: Lohnarbeiterinnen eines staatlichen Tabakbetriebs, einer sogenannten Sowchose - hier in Bulganak auf der Krim.
Auspflanzung: Mit Maschinen werden die Tabaksetzlinge auf der Sowchose bei Bulganak in den Boden gesetzt.
Kinderarbeit: Für den Hamburger Tabakkonzern Reemtsma arbeiteten im Zweiten Weltkrieg auf der Halbinsel Krim im Schwarzen Meer Tausende Ukrainer - darunter auch etliche Kinder. Auf dem Foto fädeln sie gerade Tabakblätter auf, um diese anschließend...
...zum Trocknen aufhängen zu können. Hier überprüfen zwei Vorarbeiter die Qualität der Tabakblätter.
Bewässerung: Zwei ukrainische Tabakbauern vor Karren mit Wasserfässern. Da die Pflanzen sehr schnell wachsen, müssen sie bei trockenem Wetter regelmäßig gegossen werden.
Tabakanbau: Die Ernteerträge der Sowchose bei Bulganak gingen an die deutsche Gebietsverwaltung, während die Arbeiter selbst nur Brot und Mehl für ihre Dienste erhielten.
Zigarettenfabrik: Während des Zweiten Weltkriegs wird in der damaligen Krim-Hauptstadt Simferopol eine Zigarettenfabrik aufgebaut - hier der Kantinenraum. Die eingesetzten Zwangsarbeiter mussten doppelt leiden - erst wurden sie von den deutschen Besatzern ausgebeutet und später unter Stalin als Kollaboteure gebrandmarkt.
Gesandte der Ausbeuter: Paul Schätz und Helmut Wagner waren die ersten Reemtsma-Mitarbeiter auf der Krim. In Simferopol begannen sie 1941 mit der Verladung des erbeuteten Tabaks. "Nach der Stabilisierung der militärischen Lage leiteten sie den Wiederaufbau der Tabakfabriken der Krim für die Firma Reemtsma in die Wege", heißt es über das Foto im Archiv Reemtsmas.
Feldarbeit: Nahaufnahme, wie die Tabaksetzlinge mit einer Maschine ausgepflanzt werden, aufgenommen auf der Sowchose bei Bulganak.
Firmenwagen: Zwei DKW-Wagen der Krim Orienttabak Anbau Gmbh. Das "Koran" abgekürzte Unternehmen war eine Tochterfirma Reemtsmas, dessen Mitarbeiter noch bis 1944 auf der Krim waren, um die Tabakernten für die Firma zu sichern.
Winter auf der Krim: Der Eingang des Tabakkontors in Simferopol. Die Hauptstadt der Krim wurde ab 1941 zum Zentrum des Ausbeutungsfeldzug einer deutschen Branche - der Tabakindustrie. Mehr als 28.000 Arbeiter mussten im Dienst der Deutschen schuften. Reemtsmas Angestellte blieben bis 1944 auf der Halbinsel, obwohl die Wehrmacht bereits den Räumungsbefehl erteilt hatte.
Produktion: Tabakstopfmaschinen in der Zigarettenfabrik in Simferopol