Reise-Abbrecher Der Knall war ein Glücksfall
Vor dem Potala Palast im tibetischen Lhasa: Im Herbst 2013 brach Dominik Sommerer mit dem Ziel auf, einmal die Welt zu umrunden. Nach gut zwei Monaten war er reisemüde und kehrte zurück nach Hause. Seine Reise führte ihn mit der höchsten Eisenbahn der Welt nach Tibet und weiter über den Friendship Highway nach Nepal.
Berühmte Zugstrecke: Ein Abstecher mit dem Lokalzug von Bangkok nach Nam Tok führte Sommerer über das Tham-Krasae-Viadukt, auch bekannt als "Brücke am Kwai".
Züge sind seine Leidenschaft: Sommerer ist selbstständiger Betriebsplaner für Eisenbahnunternehmen; bei seiner Weltreise wollte er möglichst viel mit dem Zug fahren. Dieser mongolische Speisewagen sei der schönste auf seiner Reise gewesen: "Flugreisenden bleiben solche Erlebnisse verwehrt."
Runterkommen: In Japan fühlte Sommerer sich am wohlsten. Hier trinkt er in einem Tempel in Kyoto eine Tasse Matcha-Tee.
Schlaflose Nächte statt Strandromantik: Auf einer kleinen thailändischen Insel wollte Sommerer seine Reisemüdigkeit kurieren. Doch Ruhe fand er dort kaum - eine Springflut trieb das Wasser nachts bis vor seine Strandhütte.
Pause im Sudan: Dominik Schenke wollte mit dem Rad 18.000 Kilometer von Köln nach Kapstadt fahren doch nach der Hälfte brach er ab. "Ich trauere dem schon ziemlich hinterher", sagt er heute.
Wer sein Rad liebt... : In der Wüste "Wadi Rum" im Süden Jordaniens musste Schenke sein Rad 20 Kilometer durch den Sand schieben.
Auf der Strecke geblieben: "Ich top, Kamel flop", beschreibt Schenke diese Szene.
Zuhause für ein halbes Jahr: Abends schlug Schenke in der Wüste sein Zelt auf.
Willkommene Pause: Einladung zum Tee im Sudan.
Wer kennt dieses Rad? Nachdem ihm in Äthiopien sein Fahrrad gestohlen worden war, verteilte Schenke in den umliegenden Orten Flugblätter, auf denen er einen Finderlohn von 200 Dollar auslobte. Doch sein Rad blieb spurlos verschwunden.
Frühstück mit Meerblick: In Westaustralien kauften sich Natalia und Konrad Amandi einen Campingbus. Kurze Zeit später war klar, dass sie ihre Reise nicht zusammen fortsetzen würden - Natalia Amandi wollte nach Hause, ihr Mann nicht.
Auf der Chinesischen Mauer nahe Peking: "Ein unglaubliches Bauwerk, das man im Leben einmal mit eigenen Augen gesehen haben muss", sagt Konrad Amandi.
Platzangst? Bitte draußen bleiben: Natalia Amandi im überladenen Sammeltaxi an der mongolisch-chinesischen Grenze.
Ahnungslos in Thailand: In der Stadt Chanthaburi im Osten des Landes wurden die Amandis zu einer Hausweihe eingeladen. "Dabei hat ein Mönch uns gesegnet. Was da genau passiert ist, wissen wir bis heute nicht."
Amandi mit "Johnny" und "Cash": Nachdem seine Frau nach Deutschland zurückgekehrt war, kaufte sich Amandi in der Mongolei zwei Pferde und ritt mit ihnen drei Monate durch das Land.