Renault 4 Der Unvergessliche
"Ach, mit dem sind wir früher nach Südfrankreich gefahren!" Bei vielen Betrachtern weckt der Renault 4 Kindheitserinnerungen.
Ein Clou war beim Verkaufsstart die große Heckklappe. Wenn man die Rückbank umlegte, passte sogar eine Waschmaschine hinein.
Komfort und viel Sicherheit war nicht zu erwarten. Kopfstützen oder Gurte waren anfangs nicht Teil der Ausstattung.
Verblichene Schönheit: Der Lack kann nach einigen Jahrzehnten Sonnenbestrahlung an Glanz verlieren.
Trotz seiner kompakten Ausmaße taugte der Renault 4 als Familienauto.
Neben der Limousine gab es eine populäre Version als Kastenwagen für Handwerker und Gewerbetreibende.
Auch eine Cabrioversion - der sogenannte Plein Air - wurde einige Jahre gebaut.
Bei der Limousine blieb die Karosserie über die Jahrzehnte weitgehend unverändert, nur die Form des Kühlergrills änderte sich von Zeit zu Zeit.
Heute sind Hochdachkombis sehr beliebt. Der Renault 4 bot dieses Format schon vor 60 Jahren.
Erst spätere Modelle wurden mit Kopfstützen und Sicherheitsgurten ausgestattet. Wer keine hat, sollte sie besser nachrüsten.
Der Spritverbrauch liegt bei fünfeinhalb bis sechs Litern. Auch hier sind moderne Kleinwagen kaum sparsamer.
Mit über acht Millionen verkauften Exemplaren ist der Renault 4 ein Weltauto und spielt in einer Liga mit VW Käfer oder Ente (Citroën 2 V).
Erst 1992 war Schluss für den R4. Ein Grund für das Aus war die EU-Abgasnorm, die 1993 für Neuwagen eingeführt wurde. Mit Katalysator lief kein einziger R4 vom Band.