Renault K-ZE: - DER SPIEGEL
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Renault K-ZE Renault K-ZE:

Die ganze PS-Welt kämpft gegen Tesla? Nicht ganz: Renault legt sich mit mächtigeren Gegnern an und will mit einem elektrischen Kleinwagen die Billigheimer aus China schlagen. Und zwar nicht nur in deren Heimat.
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Ein Akku-Auto mit imposanten Fahrleistungen auf die Räder zu stellen, ist heute keine Kunst mehr. Renault versucht es umgekehrt und zeigt mit dem KZ-E ein alltagstaugliches und dennoch günstiges Elektroauto.

Foto: Thomas Geiger
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Schon in wenigen Jahren soll der K-ZE vermutlich als Dacia mit Preisen um etwa 10.000 Euro den Markt für Elektroautos von unten aufrollen.

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Um das Auto so günstig anbieten zu können, wurde das Auto von Renault nicht in Paris entwickelt, sondern in einem Joint-Venture mit Dongfeng in China. Aus gutem Grund: "Denn mit unseren konventionellen Methoden und eingefahrenen Routinen ist so ein Auto nicht zu entwickeln", sagt Ingenieur Jeremie Coiffier.

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Mit diesem Auto steigt Renault in eine Liga ein, in die sich bislang kein anderer westlicher Hersteller getraut hat.

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Um den günstigen Preis zu realisieren, haben die Ingenieure gespart wo es nur geht. Die Schalter für die elektrischen Fensterheber zum Beispiel sind in der Mittelkonsole installiert. Damit spart man jeweils einen halben Meter Kabel zur Tür. Dadurch ist außerdem die Türverkleidung weniger aufwändig zu entwickeln und zu produzieren, weil sie keine Aussparungen für die Schalter braucht.

Foto: Renault
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Das Ergebnis ist ein Auto, das zwar billig ist, aber nicht so aussieht und sich auch nicht so anfühlt. Die Ausstattung ist einerseits sehr rudimentär und es gibt kein ESP oder Seitenairbags, sondern nur ein ABS und den Sicherheitsgurt. Andererseits aber ist der K-ZE schon in der Basis besser bestückt, als manche gehobene Modellvariante von Twingo und Co.

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Dem großen Radstand von 2,43 Metern sei Dank, gibt es im KZ-E trotz der bescheidenen 3,74 Meter Länge überraschend viel Platz in beiden Reihen. Hinten kann zur Not auch mal ein Erwachsener sitzen. Der Kofferraum fasst mit 300 Litern mehr als beim ähnlich geschnittenen Twingo, weil hier kein Motor mehr im Heck steckt.

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Zudem fährt es sich im KZ-E auch vergleichsweise gut. Mit einer fast ausgeglichene Gewichtsverteilung, fährt der Renault nicht schlechter als ein elektrischer VW Up oder Smart.

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Der KZ-E ist mit 921 Kilo deutlich leichter als die Konkurrenten. Wunder darf man vom K-ZE allerdings trotzdem keine erwarten - schließlich surrt er mit einem Motor von mageren 33 kW über die Straßen. Wenn man kräftig aufs Pedal tritt, beschleunigt er zwar in sieben Sekunden auf Tempo 60, aber bei 105 km/h ist Schluss.

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Für den NEDC -Zyklus beziffert Renault die Reichweite mit 271 Kilometern. Wenn man nicht schneller als 60 fährt, sollten sogar 350 Kilometer drin sein. Mit der Idee für ein batteriebetriebenes Billigauto aus China für den Export in die Welt ist Renault freilich nicht alleine. Auch andere westliche Konzerne wie Daimler oder BMW haben diesen Weg bereits eingeschlagen.

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