Reporter im Bahro-Prozess - DER SPIEGEL
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Reporter im Bahro-Prozess "Ich war der nützliche Idiot"

Die Verhandlung gegen DDR-Dissident Rudolf Bahro im Sommer 1978 war ein abgekartetes Spiel. Damit der Schein eines ordentlichen Verfahrens gewahrt blieb, saß Reporter Klaus Taubert im Gerichtssaal - als einziger Journalist. Auf einestages erinnert er sich an den merkwürdigen Prozess.
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Bahro im Westen: DDR-Dissident Rudolf Bahro am 24. Juni 1985 auf der Bundesversammlung der Grünen in Hagen. Nach seiner Abschiebung 1979 in die Bundesrepublik hatte sich Bahro der im Entstehen begriffenen Partei der Grünen angeschlossen. An jenem Abend 1985 erklärte er seinen Austritt aus der Partei, weil er und seine Anhänger beim Thema "Sofortiger Stopp der Tierversuche" eine 40:60-Niederlage erlitten hatten.

Foto: AP
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Urteilsverkündung gegen Bahro: Der 1. Strafsenat des Berliner Stadtgerichts verurteilte den Regimekritiker Rudolf Bahro, hinten rechts, am 30. Juni 1978 zu acht Jahren Gefängnis wegen Sammlung von Nachrichten und Geheimnisverrats. Vorne rechts: Bahros Verteidiger Gregor Gysi.

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Im Prozesssaal: Rudolf Bahro, hinten, und Verteidiger Gregor Gysi.

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DDR-Anwalt Gysi: Gregor Gysi, Mitte, arbeitete ab 1971 als einer der wenigen niedergelassenen Rechtsanwälte in der DDR. In dieser Funktion verteidigte er ab 1978 auch Systemkritiker wie Rudolf Bahro und Robert Havemann. Auf dem Foto ist Gysi im Gespräch mit den Söhnen der DDR-Dissidenten - Andrej Bahro, rechts, und Florian Havemann - am 30. Juli 2008 im Berliner Stadtteil Mitte in der Traditionsgaststätte "Zur letzten Instanz" zu sehen.

Foto: dpa
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Grünen-Gründungsparteitag: Rudolf Bahro während seiner Rede auf dem Gründungsparteitag der Grünen in Karlsruhe am 12. Januar 1980. Drei Monate zuvor hatte der DDR-Regimekritiker die Haftanstalt Bautzen verlassen können und war in den Westen abgeschoben worden.

Foto: dpa
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Heimkehrer Bahro: Außerordentlicher Parteitag der SED am 16. Dezember 1989 in der Berliner Dynamohalle. Als Gast dabei: DDR-Kritiker und Philosoph Rudolf Bahro.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1989-1216-014

Foto: Das Bundesarchiv/Gabriele Senft
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Stasi-Gefängnis Bautzen: Im August 1956 wurden hier die ersten 124 Häftlinge eingeliefert, bis zum Jahr 1989, dem Ende der DDR, waren hier mehr als 3000 Menschen inhaftiert. Die Insassen waren zu etwa 80 Prozent "Politische", darunter der Philosoph Rudolf Bahro. Das Foto von 2006 zeigt die Freiganghöfe für Einzelhäftlinge.

Foto: dpa
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Blick in die Zelle: Die gelben Streifen auf den Jacken sollten Scharfschützen bei Nebel und Dunkelheit das Zielen erleichtern. Der einstige Stasi-Knast in Bautzen, in dem auch Rudolf Bahro inhaftiert war, diente bereits seit 1906 als Gefängnis. Foto von 2006.

Foto: dpa
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