Reporterlegende Peter von Zahn Stimme aus der neuen Welt
Ganz nah dran: Peter von Zahn brachte mit seinen Berichten und Reportagen den Deutschen die USA ins Wohnzimmer. Auch bei wichtigen politischen Ereignissen war er mit dabei - beispielsweise als Bundeskanzler Konrad Adenauer den israelischen Ministerpräsidenten David Ben-Gurion (l.) im New Yorker Waldorf-Astoria-Hotel traf.
Sturm in Kansas: Zwei Autofahrer kämpfen sich im März 1950 durch einen Sandsturm in Lawrence, Kansas. Es war auch dieses Amerika, in dem ganze Farmen im Sturm durch die Luft segelten, das Peter von Zahn den Deutschen zeigte.
Billy Graham: Der amerikanische Bußprediger spricht während einer Konferenz in London am 25. Mai 1966. Nach Peter von Zahns Meinung sah er aus wie der Erzengel Gabriel - "nur auf lustig".
Präsident Eisenhower: Dwight D. Eisenhower, hier während er sich am 7. November 1960 in Washington D.C. eine Rede seines Vizepräsidenten Richard Nixon aus Chicago ansieht, war während seiner Amtszeit (1953 bis 1961) bereits ein eifriger Nutzer des damals noch relativ neuen Mediums Fernsehen. Peter von Zahn prophezeite dazu schon damals: "Das Fernsehen wird der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts fürwahr ein anderes Gesicht geben."
Freizeit am Fluss: Ein Mann angelt um 1950 von einem Felsen aus im Ellis River in Pinkham Notch, New Hampshire. Nach Peter von Zahn würden die Amerikaner in der Mehrzahl ihre Sonntage mit Angeln und Picknicken an den Flüssen verbringen, weshalb es die Fische dort an diesen Tage erbärmlich hätten.
Ehrenprofessor von Zahn: Im September 1995 bekam der damals 82-jährige Journalist im Hamburger Rathaus von Bürgermeister Voscherau für seine "hervorragenden Verdienste als Journalist" noch eine Urkunde überreicht. Peter von Zahn erhielt damit den Ehrentitel Professor der Hansestadt Hamburg. Er habe "mit seiner von Fairness und Sachlichkeit gekennzeichneten journalistischen Arbeit Maßstäbe für nachfolgende Journalisten-Generationen gesetzt", begründete der Senat die Ehrung.
Peter von Zahn: Der Journalist Anfang Januar 1989 beim Sichten von Filmmaterial in seiner Hamburger Wohnung. Noch bis zu seinem Tod im Jahr 2001 arbeitete er unermüdlich und wurde für seine atemberaubende Produktivität und die Qualität seiner Arbeit mit zahlreichen Preise geehrt.