Architekt Paul Schneider-Esleben Der Nerv der Nachkriegszeit
Der Architekt Paul Schneider-Esleben knüpfte seit den Fünfzigerjahren mit seinen Bauten an das "Bauhaus" und zugleich an die internationale Moderne an - und baute u. a. auch den Flughafen Köln-Bonn (s. Abb.). Zum 100. Geburtstag des 2005 gestorbenen Architekten ist eine Retrospektive in München zu sehen, der zwei Schauen in Düsseldorf folgen.
Elegant und transparent: Mit dem Bau der "Haniel-Garage", einem leichten und gläsernen Bau mit einer schwebenden, aufgehängten Zufahrtsrampe in Düsseldorf begann die Karriere des damals noch unbekannte Architekten.
Schlank und gläsern: Das 22 Stockwerke hohe Verwaltungsgebäude für die Mannesmann AG war der erste Stahlskelettbau mit einer vorgehängten "Curtainwall"-Fassade in Deutschland.
Auch für seine 1962 fertiggestellte Rolandschule in Düsseldorf setzte Schneider-Esleben kühle Materialien wie Glas, Stahl und Beton ein...
...und erschloss die zwei um einen offenen Hof gruppiert Baukörper von einem gemeinsamen großen Treppenhaus aus.
Für seinen Entwurf des Mannesmann-Hochhauses orientierte sich Schneider-Esleben massgeblich an Mies van der Rohes amerikanischen Wolkenkratzer aus Stahl und Glas.
Das Kloster und Redaktionsgebäude des Jesuitenordens in Nymphenburg zeigt keine sofort wiedererkennbare Handschrift des Architekten, sondern steht für seinen Versuch, für neue Aufgaben immer neue Lösungen zu finden.
1991 trotz vieler Proteste abgerissen: Die abgetreppte ARAG-Hauptverwaltung in Düsseldorf
Ein Höhepunkt seiner Architektenlaufbahn war der innovative Bau des Flughafens Köln-Bonn, für den Schneider-Esleben ein neues Drive-in-Verkehrskonzept mit kurzen Wegen entwarf, das später weltweit zum Vorbild wurde.