"Revolution" in Berlin: Ein Haus wird besetzt - DER SPIEGEL
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Sozialer Wandel Das M99 in Berlin-Kreuzberg kämpft gegen die Zwangsräumung

Seit 29 Jahren führt Hans-Georg Lindenau einen Laden mit Revolutionsbedarf, nun kämpft er gegen die Kündigung seines Mietvertrags. Es ist der vielleicht letzte große Kampf für den linken Freigeist – und der macht ihn zum Symbol für den gesamten Kiez.
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Das M99 - Gemischtwarenladen mit Revolutionsbedarf: Seit 1985 gibt es das skurrile Geschäft in der Manteuffelstraße in Kreuzberg - doch dem Laden droht die Zwangsräumung.

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In den vergangenen 29 Jahren ist das Geschäft zu einem bekannten Treffpunkt geworden, vor allem für die linke Szene. Doch das könnte sich bald ändern.

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Ladeninhaber Hans-Georg Lindenau soll sich wiederholt nicht an seinen Mietvertrag gehalten haben. Daher hat ihm der Wohnungseigentümer gekündigt. Doch Lindenau bleibt ...

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... und verkauft auch weiterhin alles, was er für eine Revolution nötig hält. Von einschlägiger linker Literatur ...

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... über Jacken und Handschuhe, Rucksäcke und alte Polizeihelme bis hin zu Pfefferspray und Schlagstöcken.

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Die Lebensgeschichten von Lindenau, der inmitten der Warenberge sitzt, gibt es gleich dazu. Zum Beispiel die von alten Hausbesetzungen in den Achtzigerjahren. Als Besetzer fühlt sich Lindenau nun erneut.

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Am 31. Dezember sollte er die Räume in Kreuzberg eigentlich verlassen - doch er blieb. Ein schnelles Ende ist nicht in Sicht, es ist der vermutlich letzte große Kampf des ewigen Revolutionärs. Inzwischen ist das M99 samt Inhaber Lindenau zum Symbol im Kampf gegen die Gentrifizierung in Kreuzberg geworden.

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