Revolutionär Zapata Der Che vor dem Che
Emiliano Zapata: So wurde er zur Marke - Zapata mit riesigem Sombrero und sogar für mexikanische Verhältnisse überdimensioniertem Schnurrbart. Den züchtete der Frauenheld, Ehebrecher und Macho sich, um nicht so "mädchenhaft" auszusehen.
Zapata und Che: Eine Frau hält während einer Demonstration 2007 in Portland (USA) Plakate mit ihren Vorbildern hoch: Che Guevara und Emiliano Zapata. Dabei lagen die beiden Revolutionäre programatisch und historisch ziemlich weit auseinander.
Revolutionäre mit Sombrero: Emiliano Zapata (Mitte), umgeben von seinen Anhängern. Seit 1909 setzte sich Zapata dafür ein, dass Bauern und Indios wieder das Land von den Großgrundbesitzern zurückerhielten, das ihnen über Jahrhunderte gehört hatte.
Wandmalerei: Ein Kind im Jahr 2002 vor einem großen Wandbild von Emiliano Zapata und Che Guevara in Mexiko. Beide Revolutionäre sind heute Pop-Ikonen - wobei Zaptata schon ein halbes Jahrhundert vor Guevara zum Mythos wurde.
Sombrero-Armee: "Pancho" Villa und Emiliano Zapata mit ihrer berittenen Armee aus Kleinbauern und Farmern.
Auf dem Gipfel der Macht: "Ich interessiere mich nicht für Politik" - Emiliano Zapata sitzt in Mexiko-Stadt missmutig neben einem selbstzufriedenen "Pancho" Villa, der auf dem Präsidentensessel posiert. 1914 hatten die Zapatisten die Hauptstadt eingenommen. Villa wurde indes nie Präsident - und Zapata wollte angeblich noch nicht einmal fürs Foto auf den Präsidentenstuhl - für ihn waren Politiker "ein Haufen Bastarde".
Mexikanischer Bauernführer: Emiliano Zapata wurde 1911 zum obersten Chef der "Revolutionären Bewegung des Südens" gewählt. Aus einem erfolgreichen Viehhändler wurde so ein legendärer Bauernführer.
Held in Farbe: Ein Arbeiter fegt vor einem riesigen Wandbild Emiliano Zapatas in Mexiko. Es gibt Dutzende Volkslieder, die in blumigen Strophen den Verrat an Zapata anprangern, seinen Tod anzweifeln - und seine Rückkehr ankündigen.
Die ungeliebte Hauptstadt: Emiliano Zapata (zu Pferd, in schwarz mit Kreuz auf dem Hut) und sein Bruder Eufemio führen im Juli 1915 in Mexiko-Stadt eine Gruppe Zapatistas an. 1914 hatten sie die Hauptstadt kampflos erobert - doch Zapata fühlte sich dort immer fremd, für ihn war sie ein "Ort der Intrigen".
Trügerische Eintracht: "Pancho" Villa und Emiliano Zapata bei einer gemeinsamen Zigarette. Doch die beiden Revolutionäre konnten unterschiedlicher kaum sein: Der hoch gewachsene Villa, Mann des kargen Nordens, Anführer der "Cowboys" - und der schmächtige Zapata, Mann des fruchtbaren Südens, Held der Bauern. Ihr politisches Bündnis von 1914 zerbrach.
Zapatas Wiedergeburt: Mitte der Neunziger versuchte eine Guerillagruppe den "Mythos Zapata" propagandistisch auszunutzen: Die EZLN ("Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung") kämpfte gegen die Benachteiligung der Indios im Bundesstaat Chiapas. Hier hängt ihr Banner direkt an einem Zapata-Denkmal.
Revolutionär mit Wollmütze: Er wusste, wie man mit dem Mythos Zapata in Mexiko punkten kann - der EZLN-Guerillaführer "subcomandante Marcos". Der eigentliche Kopf seiner Bewegung, so suggerierte der Titel, sei Zapata selbst. "Marcos" versteckte sich stets hinter einer Wollmütze. Das, sagten Kritiker, hätte Zapata niemals gemacht.
Vorsichtiger Rebell: Manche hielten ihn für paranoid. Und auf Fotos wirkte Zapata immer ziemlich misstrauisch - nicht zu Unrecht: am 10. April 1919 wurde er in eine Falle gelockt und erschossen.
Vorbild bis heute: Bei einer Demonstration in Mexiko-Stadt im Januar 2009 trägt ein Teilnehmer eine Fahne mit einem Bildnis Emiliano Zapatas - der Mexikaner wurde die erste Pop-Ikone der Linken.
"Pancho" Villa: Francisco "Pancho" Villa war neben Zapata der zweite berühmte Rebellenführer während der Mexikanischen Revolution. "Atilla des Südens" nannte man Zapata, "Zentaur des Nordens" Villa.
Unsterblich: Ein Delegierter posiert bei der Eröffnung einer Konferenz 2008 in Mexiko-Stadt mit einem Porträt Zapatas. Kaum ein Mexikaner, der nicht die Legende kennt, dass Zapata 1919 gar nicht getötet wurde - in den Herzen der Menschen lebt er bis heute weiter.
Porfirio Díaz: Undatierte Aufnahme des mexikanischen Präsidenten Porfirio Díaz, der von 1876 fast ununterbrochen bis 1911 regierte. Anfang des 20. Jahrhunderts wollte er Mexiko im Schnelldurchgang modernisieren - und verschärfte damit bestehende soziale Konflikte, die zur Revolution führten.
Francisco Madero: Er gab den Anstoß für die Mexikanische Revolution, als er sich 1910 entschloss, gegen den diktatorisch regierenden Präsidenten Porfirio Días anzutreten. Zunächst unterstützte Zapta Madero, später kam es zum Bruch. Madero schaffte es dennoch zum Präsidenten, wurde aber 1913 ermordet.
Vorbild Zapata: Venezuelas Präsident Hugo Chavez schaut sich 2008 eine Ausstellung zu Emiliano Zapata an - viele Politiker sonnen sich gerne im Glanz des noch heute beliebten mexikanischen Revolutionärs.
Manuel Asúnsolo und Emiliano Zapata: Übergabe von Cuernavaca, Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Morelos, durch General Manuel Asúnsolo an General Emiliano Zapata in Begleitung ihrer Generalstäbe und des Anführers der Revolution Abraham Martínez (rechts von Zapata) im April 1911.
Zapatas Leiche: Die Aufnahme zeigt den Leichnam Emiliano Zapatas in Cuautla, Bundesstaat Morelos.
Pancho Villa und Luz Corral de Villa: Das Bild zeigt Francisco (Pancho) Villa mit seiner Frau.
20-Peso-Schein: Die Aufnahme zeigt einen 20-Peso-Schein des mexikanischen Bundesstaates Chihuahua.
Kanone im Pancho-Villa-Museum in Chihuahua: Die Aufnahme zeigt eine Kanone im Pancho-Villa-Museum in Chihuahua.
Ansicht Pancho-Villa-Museum in Chihuahua: Die Aufnahme zeigt eine Gebäudeansicht des Pancho-Villa-Museums in Chihuahua.
Statue Simón Bolívar in Berlin-Tiergarten: Die Statue des "Libertador", des südamerikanischen Freiheitshelden, steht in Berlin-Tiergarten nahe der Potsdamer Brücke.
Denkmal José de San Martin: Das Denkmal zeigt José de San Martín, einen der Anführer der südamerikanischen Unabhängigkeitskriege in Buenos Aires im April 2005.
Die letzte Fahrt: Das Bild zeigt den Dodge im Pancho-Villa-Museum in Chihuahua, in dem Pancho Villa mit seinen Leibwächtern am 20.07.1923 in Hidalgo del Parral (Chihuahua) ermordet wurde.
Dodge Pancho Villas im Pancho-Villa-Museum in Chihuahua: Die Aufnahme zeigt den Dodge Pancho Villas im Pancho-Villa-Museum in Chihuahua. Pancho Villa wurde in diesem Fahrzeug in Hidalgo del Parral (Chihuahua) am 20.07.1923 mit seinen Leibwächtern in einen Hinterhalt gelockt und ermordet.
Zapata Graffiti: Im mexikanischen Oaxaca ist "El Caudillo del Sur" weiterhin ein ständiger Begleiter im Straßenbild, so wie hier auf einem Graffiti unweit der Kirche Santo Domingo.