Richard McGuire: Hier - DER SPIEGEL
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Richard McGuires Comic "Hier" Zeit und Raum in Bildern festhalten

Vor 25 Jahren erschuf Richard McGuire auf nur sechs Seiten seinen berühmten Comic, in dem er die Flüchtigkeit der Geschichte erzählt. Jetzt erscheint die Langversion. "Hier" ist 300 Seiten lang - aber genauso genial wie das Original.
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Vor 25 Jahren verfasste Richard McGuire einen genialen Comic. Auf nur sechs Seiten ließ der Illustrator die Zeitgeschichte an einem einzelnen Ort vorbeiziehen - jetzt erscheint mit "Hier" die 300-seitige Langversion dieser Idee.

Foto: Richard McGuire/ Dumont
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"Hier" ist der Versuch, das menschliche Verständnis von Zeit in Bilder zu fassen: Vor dem immer gleichen Setting springt McGuire in der Zeit hin und her, lässt Handlungen überlappen und parallel laufen.

Foto: Richard McGuire/ Dumont
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So entstehen flüchtige Einblicke in den Lauf der Geschichte: Weihnachtsbäume, Geburten, Paarstreit, Todesfälle, alles Menschliche streift an der Szenerie vorbei.

Foto: Richard McGuire/ Dumont
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"Hier" ist dabei auch eine persönliche amerikanische Familienchronik: Immer wieder kehrt McGuire zurück zu seinem Geburtsjahr 1957.

Foto: Richard McGuire/ Dumont
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McGuire gelingt es, unseren subjektiven Zugang zu Geschichte infrage zu stellen. Dem Autor ist alles gleichwertig: Die Besiedlung durch die Indianer, die flüchtige Begegnung mit einem Urtier, das Reißen eines Schnürsenkels.

Foto: Richard McGuire/ Dumont
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Das Erzähl-Experiment glückt: McGuire, der unter anderem als Illustrator, Musiker und Kinderbuchautor arbeitet, gelingt eine erzählerische Offenbarung.

Foto: Tony Cenicola
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