Riesenkalmare Die globalisierte Spezies
Riesenkalmar (Architeuthis dux): Vor der Küste Tasmaniens wurde dieses Exemplar gefangen. Bis heute weiß man sehr wenig über die Tiefseebewohner. Eine Analyse des Erbguts in ihren Mitochondrien sollte Antworten liefern - und warf dann viele neue Fragen auf, wie Forscher im Fachmagazin "Proceedings B" der Royal Society berichten.
Untersuchung eines Riesenkalmars in Australien: Die mitochondriale DNA von 43 Architeuthis-Exemplaren, die von weit entfernten Orten stammen, gleicht sich fast komplett. Das ist nur schwer zu erklären. Wahrscheinlich nahm die Zahl der Kalmare in jüngerer Vergangenheit deutlich zu - doch das allein erklärt das Ergebnis noch nicht. Klar ist allerdings: Es gibt höchtswahrscheinlich nur eine Architeuthis-Spezies.
Riesenkalmar-Saugnäpfe: Auf der Haut von Pottwalen finden sich oft Saugnapf-Spuren, denn die großen Meeressäuger jagen die Weichtiere, die sich offensichtlich heftig zur Wehr setzen können.
Schnabel eines Riesenkalmars: Die erste Beschreibung der Spezies Architeuthis dux stammte vom dänischen Naturforscher Japetus Steenstrup - und sie beruhte auf einem angeschwemmten Schnabel. Steenstrups Geburtstag jährte sich am 8. März 2013 zum 200. Mal. Für die an der aktuellen Studie beteiligten Forscher vom Dänischen Naturkundemuseum ein interessanter Nebenaspekt ihrer Untersuchung.
Ein Riesenkalmar wird seziert: Forscher wollen nun auch die DNA aus dem Zellkern der Tiefsee-Riesen analysieren. Möglicherweise bringt das neue Informationen über die Tiere - aber vielleicht auch weitere Rätsel.