Riesenmantas Der schwimmende Hightech-Filter
Riesenmantas schwimmen mit einer Spannweite von bis zu sieben Metern durch die Meere.
Zum Fressen öffnen die Tiere beim Schwimmen einfach ihr Maul. Mit der sogenannten Kiemenreuse filtern sie Plankton aus dem Wasser.
Forscher erstaunt, dass im Magen der Tiere so mancher Minikrebs landet, der eigentlich durch die Kiemenreuse passen würden. Deshalb haben sie die Filtertechnik der Tiere analysiert und per 3D-Drucker nachgebaut.
Dabei stellten sie fest, dass die entscheidende Trennung zwischen den kleinen Nahrungsbrocken und dem strömenden Wasser an den abgerundeten Kanten der Filterlappen geschieht: Diese Kanten stehen gewissermaßen im Weg. Während das Wasser sie geschmeidig umrundet, prallen die Festkörper ab.
Die Forscher um Erin Paig-Tran (li.) von der California State University in Fullerton hoffen, dass ihre Bionik-Entwicklung für Anwendungen in der Industrie interessant ist.