Krawalle in Brasilien Rios Favelas vor der WM
Soldaten, Bewohner in der Armensiedlung Maré: Kurz vor der WM stellt sich die Frage, wie erfolgreich die Befriedung der Favelas verläuft.
Einsatz an der Copacabana: Nach dem Tod eines Tänzers ist es in der Favela Pavão-Pavãozinho und im benachbarten Touristen- und Strandviertel zu Krawallen gekommen.
Pavão-Pavãozinho gilt als Vorzeige-Favela. Die Siedlung wurde befriedet, mitterweile schlendern auch Touristen gern vorbei.
Archivbild von 2010: Pavão-Pavãozinho liegt an einem Berg oberhalb von Copacabana und Ipanema. Auch Grundstücksspekulanten reißen sich um die Gebiete mit bestem Blick auf Rios Glitzerviertel - doch die neue Gewalt zeigt, wie brüchig die "Befriedung" sein könnte.
Gedenken an den Tänzer Douglas Rafael da Silva Pereira: Der Tod des bekannten Tänzers löste die Krawalle aus. Die Umstände sind unklar, doch viele Bewohner gehen davon aus, dass Polizeieinheiten ihn umgebracht haben.
Pereira war ein berühmter Sohn der Favela. Der Fall zeigt: Das Misstrauen gegen die UPP-Einheiten, gegen Polizei und Militär sitzt so tief, dass sich der Frust jederzeit ein Ventil suchen kann.
November 2009: Damals marschierte die UPP in die Favela Pavão-Pavãozinho ein. Die Drogenbanden zogen sich zurück. Zuletzt mehren sich aber Berichte, dass Dealer hinter Angriffen stehen.
Nachbarsiedlung Cantagalo: Kurz vor der WM nimmt die Gewalt in Favelas wieder zu. Die Schlagzeilen kann Rio de Janeiro zur Zeit überhaupt nicht gebrauchen.
Alltagsszene in Pavão-Pavãozinho: Der Großteil der Bewohner in den verwinkelten Gassen stammt aus dem verarmten Nordosten des Landes.
In die Favela Maré im Norden Rios ist die Armee eingerückt: Kurz vor der WM versucht die Regierung, auch diese Viertel in der Nähe des Flughafens zu befrieden.