Ritter Mythos und brutale Wirklichkeit
Schauspieler bei einem Ritterturnier in Kaltenberg (Juli 2007): Der Mythos der mittelalterlichen Berufssoldaten taugt bis heute auch zu kommerziellen Zwecken.
König Richard I. von England, genannt Löwenherz (zeitgenössische Darstellung): Kreuzritter, Poet, grausamer Schlächter, charismatische Persönlichkeit, Verräter seines Vaters.
Ermordung von Thomas Becket, Erzbischof von Canterbury, durch vier Ritter: Die oft beschworene Ritterlichkeit war oft nicht mehr als ein Mythos.
Schlacht zwischen Kreuzrittern und Muslimen (um 1200): Die Kreuzzüge gehören zu den dunkelsten Kapiteln der Christenheit. Der "Ritter Christi" durfte sein mörderisches Handwerk für Gottes gerechte Sache ausüben - ohne schlechtes Gewissen.
Schauspieler als Ritter: Vom brutalen Alltag der Kämpfer zu Pferd ist in der heutigen Vorstellung wenig übrig geblieben.
Ritterschauspiel zum 600. Jahrestag der Schlacht bei Tannenberg (Juli 2010): Der Deutsche Orden trat mit bis zu 27.000 Mann gegen eine fast 40.000-köpfige Armee des Königreichs Polen und des Großherzogtums Litauen an. Tausende starben bei dem Gemetzel, am Ende siegte das polnisch-litauische Heer.