Roadburn 2012 Ein echt amtliches Festival
Eingang zum Roadburn-Festival im niederländischen Tilburg. Jährlich versammeln sich hier die innovativsten Bands des (im weitesten Sinne) Metal-Genres. Ballermann für Banger? Gibt's hier nicht. Das diesjährige Festival war nach nur sieben Minuten ausverkauft und es...
...spielten dort zum Beispiel die großartigen Solstafir, die mit "Svartir Sandar" eines der vielschichtigsten Alben des Jahres 2011 vorgelegt haben. Auch live überzeugten die Isländer - optisch und musikalisch.
Aðalbjörn "Addi" Tryggvason von Solstafir zum Beispiel gab wirklich alles und...
...musste sich auch dementsprechend erfrischen.
Ebenfalls mit dabei in Tilburg: The Spiders aus Schweden, deren charmante Sängerin Ann-Sofie Hoyles gern auch mal zur Mundharmonika greift. Die Band spielt eine extrem lockeren,...
...irgendwie hippen Siebziger-Schweinerock, der viele im Publikum überrascht haben dürfte. Spaß hatten jedenfalls so ziemlich alle. Bisher hat die Band erst eine E.P. veröffentlicht - da dürfte sicher bald mehr folgen.
Die Hammers Of Misfortune aus den USA, eine der wohl unterschätztesten Bands der Metal-Szene, hatten es auch beim Roadburn...
...zunächst schwer. Doch nach und nach füllte sich der kleine Konzertsaal und viele Neugierige, die einfach mal gucken wollten, blieben - und waren begeistert. Derzeit aktuelles Album: "17th Street" aus dem Jahr 2011.
Hexvessel füllten mit ihrem Occult-Psychedelic-Folk...
...ein schnuckeliges Kirchennebengebäude namens Het Patronat und bewegten die Menge zum andächtigem Abnicken ihrer nihilistischen Klänge.
Die Schweden von Year Of The Goat spielten am ersten Tag gleich früh am Nachmittag. Ihre Überhits "Of Darkness" und "Vermillion Clouds" von der Debüt-E.P. aus dem Vorjahr lassen Großes erhoffen vom bald erscheinenden Album. Den Teufel haben sie ja schon auf ihrer Seite.
"Christian Mistress (Amerikaner, Bundesstaat Washington) klingen nach: NWOBHM, Dezember 1981 bis September 1982, alten Judas Priest, Iron-Maiden-Twin-Guitars, Seventies-Sumpf-Rock, Saviours", schrieb Jan Wigger in seiner Rezension des Albums "Possession". Trifft es ganz gut. Selbst Zuschauer, die vorher mit der Band um Sängerin...
...Christine Davis nicht so wahnsinnig viel anfangen konnten, waren danach begeistert. Und das nicht wegen der Trinkfestigkeit der US-Amerikanerin, sondern wegen ihrer extrem energiereichen Performance.
Voivod: Die Stars des Roadburn spielten gleich zwei Mal. An ihrem ersten Abend ein normales Set - das überzeugte. Und an ihrem zweiten Abend ihren kompletten Klassiker "Dimension Hatröss", was auf der Bühne dann leider doch ein bisschen uninspiriert rüberkam.