Robert Habeck: Grüner Philosoph - DER SPIEGEL
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Robert Habeck Grüner Philosoph

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Robert Habeck, 1969 in Lübeck geboren, studiert Philosophie und Germanistik und promoviert mit einer Arbeit zu theoretischen Fragen literarischer Ästhetik. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen vier Söhnen lebt und arbeitet er als Autor in einem kleinen Ort an der dänischen Grenze. Zuletzt erschien sein Buch "Verwirrte Väter oder: Wann ist der Mann ein Mann". Seit 2004 ist Habeck Landeschef der Nord-Grünen und hat die Partei für neue Koalitionsoptionen jenseits von Rot-Grün geöffnet. Das Bild zeigt ihn beim Landesparteitag im März 2009 in Bad Oldesloe.

Foto: DPA
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Im März 2008 sorgt Habeck für Schlagzeilen, als er die Nachfolge von Reinhard Bütikofer an der Spitze der Bundes-Grünen ablehnt. In das Amt wird später Cem Özdemir gewählt (hier mit Habeck beim Oldesloer Parteitag). Der Schleswig-Holsteiner begründet seinen Verzicht damit, in Berlin keine Machtbasis zu haben und das Amt nicht mit seinem Familienleben vereinbaren zu können.

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Beim Parteitag in Neumünster Mitte August wird Habeck mit 95 Prozent zum Spitzenkandidaten gewählt. Die Partei hat einen Generationswechsel eingeleitet, dessen Leidtragender unter anderem der bisherige Fraktionschef Karl-Martin Hentschel ist. Habeck (hier bei einem Protest vor dem Kieler Landtag) verteidigt die neue Eigenständigkeit und sieht seinen Landesverband als Vorreiter. Habecks ohnehin nicht gerade geringes Selbstbewusstsein ist im Wahlkampf zuletzt deutlich gewachsen.

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