Robert Harting: Eine Karriere in Bildern - DER SPIEGEL
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Robert Harting Olympiasieger, Lichtgestalt, Comic-Star

Robert Harting ist das Gesicht des ISTAF in Berlin. Dort, wo für ihn alles begann, trat er nun zu seinem letzten Wurf an.
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Der letzte Schrei: Einmal brüllte Robert Harting seinem Diskurs noch hinterher. Das Internationale Stadionfest (ISTAF) im Berliner Olympiastadion war der letzte Wettbewerb in der erfolgreichen Karriere des Sportlers.

Foto: Soeren Stache/ dpa
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Im Berliner Olympiastadion hatte vor neun Jahren alles begonnen: Harting gewann seine erste Weltmeisterschaft 2009 in Berlin. 69,43 Meter waren dazu nötig. Der Schrei, das zerrissene Trikot - all das nahm damals im Olympiastadion seinen Anfang.

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Auch dem damaligen WM-Maskottchens Berlino verhalf Harting zu überregionaler Berühmtheit.

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2011 konnte der der gebürtige Cottbuser seinen WM-Titel in Daegu (Südkorea) verteidigen. Harting warf die Scheibe auf 68,97 Meter.

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Das erste Mal Europameister wurde Harting 2012 - mit 28 Jahren und einer Weite von 68,30 Metern.

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Wenige Wochen später krönte er seine Erfolgsserie mit dem Olympiasieg. 68,27 Meter weit warf er den Diskus in London.

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Klar, dass da auch wieder das Trikot dran glauben musste.

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Auf seiner Ehrenrunde im Londoner Olympiastadion versuchte sich der extrovertierte Harting gar als Hürdenläufer.

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2013 kam in Moskau WM-Gold Nummer drei dazu.

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Auch das der dritte Streich: 2014 wurde Harting zum dritten Mal in Folge zu Deutschlands Sportler des Jahres gewählt. Für die Wahl zum Welt-Leichtathleten des Jahres hatte er zuvor "offiziell um Abwahl" gebeten - weil auch Doping-Sünder Justin Gatlin nominiert war.

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Vier Jahre nach seinem Triumph von London ging Harting später leer aus. Er wurde durch einen Hexenschuss geschwächt, den er sich beim dem Versuch zugezogen hatte, die Nachttischlampe mit dem Fuß auszumachen.

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Mit Schmerzen gelang Harting nach zwei Fehlversuchen nur eine Weite von 62,21 Metern - für die Top Zwölf war das zu wenig.

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Stattdessen zog Hartings jüngerer Bruder Christoph ins Finale von Rio ein - und warf den Diskus mit 68,37 Metern zu Gold.

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Neun Jahre nach seinem WM-Triumph schloss sich schon im August in Berlin ein Kreis für den 33-Jährigen. Er, dessen beste Zeit schon eine Weile vorbei ist, war das Gesicht der EM 2018. Seine Fans kamen mit T-Shirts und Bannern, um sich von Harting zu verabschieden.

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Im EM-Finale reichte es dann allerdings nur zu Platz sechs. Am Ende seines letzten Titelkampfs fehlten ihm 81 Zentimeter zu einer Medaille.

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Mit seinen 64,33 Metern lag Harting zwischendurch sogar auf Silberkurs, weshalb er mit seinem "Leistungssportlerherz" auch "ein bisschen hin- und hergerissen" war, wie er sagte.

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Lichtgestalt und Comic-Held: Während der EM wurde "Der Harting" an neun Abenden als XXL-Athlet auf die Fassade des Upper-West-Hochhauses in der Berliner City projiziert. Als Zeichnung mit Entenschnabel hilft er im aktuellen Micky-Maus-Magazin dabei, Donald Duck für den Zehnkampf fit zu machen.

Foto: Paul Zinken/ dpa
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Nun verabschiedet sich Harting als Aktiver vom Sport - und auch von seinen Fans, die zahlreich gekommen waren.

Foto: Soeren Stache/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?