Roboter-Wettkampf Schwankend auf der Leiter
Der Sieger: Er kann schreiten, tänzeln und stolzieren. Er verrenkt die Arme. Und er kann nach hinten sehen. Automat "Schaft" ist der unangefochtene Star des großen Robotreffs der amerikanischen Rüstungsagentur Darpa.
"Schaft": Das japanische Team wurde kürzlich vom Suchmaschinengiganten Google übernommen.
Zweiter Test am Sonntag: "Schaft" tänzelt etwas, dann überschreitet er zügig das erste Hindernis. Trittsicher nimmt er die zweite, dann auch die dritte Hürde. Dass hier die Steine kreuz und quer übereinander liegen, ficht ihn nicht an. Zwar hat es volle 13,5 Minuten gedauert, wofür ein Mensch kaum mehr als 20 Sekunden brauchen würde. Doch in der Welt der Robotik ist das eine Meisterleistung, von der die meisten der Teams hier nur träumen können.
Buggy im Hindernisparcours: Selbst "Schafts" Fahrkunst lässt zu wünschen übrig, sein Auto schießt jeweils einige Meter vorwärts, dann hält es und der Roboter grübelt, bis er dem Gashebel den nächsten Tritt versetzt. Stotternd erreicht "Schaft" schießlich das Ziel. Kein anderer Roboter hat das bisher geschafft.
"LS 3" ("Legged Squad Support System"): Der eher an tierischer Anatomie orientierte Roboter soll irgendwann Soldaten begleiten, um ihr Gepäck zu tragen.
"Boston Dynamics Atlas": Der humanoide Roboter versucht ein paar Stufen zu meistern - viele seiner Konkurrenten scheiterten daran.
Roboter der University of Hong Kong: Er steht vor der Aufgabe, einen Schlauch zu montieren,...
...die er schließlich meistert.
"LS 3": Ein Teammitglied schiebt seinen Roboter.
Roboter "JSC Valkyrie": Die weiße Roboastronautin der Nasa eroberte die Herzen der Zuschauer. Sie wurde in Homestead von einer eigens angereisten Truppe von Groupies bejubelt.
Nasa-Teammitglied: Was die Maschinen an diesem Wochenende in Florida vollbracht haben, mag ein bedeutender Fortschritt für die Robotik sein. Um das Publikum aber vom praktischen Nutzen dieser Menschmaschinen zu überzeugen, wird noch mehr nötig sein.
Hoppelnd ans Ziel: Mit laut röhrenden Motoren jagt die berühmte vierbeinige "Wild Cat" von Boston Dynamics über den Asphalt.
Team "Mojavaton": Raubkatzengleich duckt sich das Gerät - aber kann es eine Tür öffnen?
Team der University of Hong Kong: Bis zum Finale in einem Jahr müssen die Aufgaben wohl noch deutlich verschärft werden, um wirklich glaubhaft zu machen, dass hier die Katastrophenhelfer der Zukunft herangezüchtet werden.
IHMC: "Wir werden viele Roboter scheitern sehen."
Team "Schaft": Schon vor der letzten Disziplin des ersten Wettkampftags stand das japanische Team kaum einholbar mit 14 Punkten an der Spitze - der zweite Wettkampftag wurde zum Triumphzug.
Holpriges Rennen: Entwickler und Roboter werden von Groupies bejubelt.
Nasa-Team "JSC Valkyrie": Schlusslicht mit null Punkten - ein Desaster für die ambitionierte US-Weltraumbehörde.
Drexel University Team: Vorbereitung für den unebenen Parcours.
Roboter "KAIST" auf der Leiter: Seine Leistung wurde in dieser Disziplin vom japanischen Konkurrenten "Schaft" in den Schatten gestellt - "Schaft" meisterte die Treppe ohne stützendes Geländer und zudem rückwärts.
"Wall Task": Die letzte Aufgabe des ersten Tages bestand darin, eine Bohrmaschine zu greifen und mit ihr ein dreieckiges Loch in eine Rigipsplatte zu sägen - die meisten scheiterten.
Team Tartan Rescue: Die Automaten sollten beweisen, wie gut sie zum Einsatz im Katastrophenfall taugen.
Team THOR: Vom Spieltrieb besessene Nerds hielten im Innern der Rennstrecke eine Art Jahrmarkt der Robotik ab.
Vor der Tür: Schafft es "Schaft", sie zu öffnen?
Team IHMC: An diesem Wochenende trafen sich auf dem Homestead-Miami-Speedway in Florida 17 Roboterteams aus aller Welt, um sich miteinander zu messen.
Triumphzug: Team "Schaft" mit dem Sieger.