Comeback bei Australian Open Federer will's noch mal wissen
Ein letzter Angriff auf die Weltspitze? Roger Federer kehrte Anfang Januar beim Hopman-Cup im australischen Perth nach sechsmonatiger Verletzungspuase auf die ATP-Tour zurück.
Bei der inoffiziellen Mixed-WM spielte er an der Seite von Belinda Bencic gegen Großbritannien, Deutschland und Frankreich.
Die erste Partie nach seiner Verletzung glückte. In 62 Minuten besiegte er Daniel Evans. Federer spielte stark.
Der 35-Jährige musste sich anschließend Alexander Zverev (rechts) nach 2:34 Stunden mit 6:7, 7:6, 6:7 geschlagen geben. Doch trotz seiner Auszeit zeigte Federer, dass er immer noch mithalten kann.
Der Schweizer ist der erfolgreichste Spieler der Tennisgeschichte. Seinem ersten Triumph in Wimbledon 2003 ließ er 16 weitere Grand-Slam-Titel folgen. Insgesamt stand er 302 Wochen an der Spitze der Weltrangliste.
Bei den Australian Open, dem ersten Major des Jahres, triumphierte er insgesamt viermal. Zuletzt 2010, als er Andy Murray im Finale glatt besiegte.
Federer ist der wohl kompletteste Spieler auf der Tour. Neben einem guten Aufschlag verfügt er auch noch über harte Grundschläge. Vor allem seine Volleys sind gefürchtet. Beim Halbfinale der US Open 2009 gegen Novak Djokovic glückte ihm ein unglaubliches Kunststück: Per Schlag durch die Beine passierte er im Zurücklaufen seinen Gegner am Netz. Für viele Experten bis heute der "Schlag des Jahrhunderts".